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2010.12.13 08:10:18

 

[ So , 12.12.10 ]

Am vorigem Sontag war Sie ja eingetrudelt , in München aus der Ukraine .

Hat sich 1 Woche dort mit Enkelchen Mariella rumm geärgert , die größer geworden ist und lauter ....

Hat Sie auf dem Rücken um die Pfützen herumm getragen , nach dem Kindergarten und noch auschimpfen lassen von Lena weil der Schlitten geklaut war vom Kika Eingang wegg .  Der war noch nie geklaut , sagt die und Galina war sauer . ( Der war ja auch das erste Mal , diesen Jahres , daß der Schlitten eingesetzt war ... und jetzt iss er wegg , sag ich grinsend )

Jetzt liegt die Gute nebenann und pennt noch ,, war mit einer Mitfahrgelegenheit Gestern Nachmittag hier bei mir , kurz vor Leipzig quasi eingetrudelt . Hat sich umgesehen ..nichts gesagt ..aber vermutlich wars nich so schön sauber alles , wie Sie,s hinterließ .  

Heute müssen wir noch einkaufen damit die Mäuse nicht sterben müssen , die weinend im Kühlschrank saßen als Sie rein guckte wie Sie sich ausdrückte und am Abend muß ich dann auf Nachtschicht ....brrrr kalt bei uns

Gruß !  Robert

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[ Di , 14.12.10 ]

So ... Nachtschicht beendet und gut Nachause gerutzscht

Galina schläft noch ....

Hatte mir Gestern aber noch erzählt , der Vollständigkeit halber sei es erwähnt , der besagte Schlitten war nach zwei Tagen wider da . Der ehrliche Bandit hatte denselben klammheimlich wider am KiGa abgestellt .  

Heute kann ich ausschlafen denn Einkäufe sind erledigt und meiner harren theoretisch heute keine Aufgaben .Es steht aber zu fürchten , sie wird doch was finden .. mich zu beschäftigen . Denn Müßiggang wäre der Laster Anfang oder so ..Wie dem auch sei , es ist kalt draußen und nix für Mamas Sohn

Kommt gut überall hin wohin Ihr wollt /müßt    Gruß !  Robert  

 

 

 


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2010.12.06 18:47:40

Hallo Leute

Werde hier kunterbunt , wie das Leben so spielt .... , immer mal Beiträge einstellen .

Sie erzählen aus meinen Leben , repektive dem meiner Lieben .  Und mögen Euch erheitern oder auch nachdenklich machen .... nichtsdestotrotz  [ Ich hoffe es wird hindurch schimmern durch meine Zeilen ]  aber sie sollen sagen , man darf sich den Optimismus nicht nehmen lassen . 

Egal , wie es einen auch manchmal beuteln mag , das Leben .......

viel Spaß und herzlichte Grüße !  Robert

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Erinnerungen und Gedanken ....

An der Wolga ( von anfang der 90ger Jahre )

Die Wolga ist ist schon immer der Schicksalsfluß Rußlands gewesen , auch Mütterchen Wolga genannt und in vielen Liedern besungen . Das Bild die Wolgatreidler wird jeder kennen , von Stalingrad jeder gehört haben ....

Große Schiffe fahren darauf , teils sehen sie aus als nur vom Rost zusammengehalten , teils bringen sie ganze Ladungen Touristen nach Uljanowsk .

Das alte Simbirsk , [ Uljanowsk ]
- nach einem Mann benannt welcher –
so hier jetzt die gängige und den Kindern in der Schule beigebrachte Meinung – als Spion und bezahlter Handlanger vom deutschen Generalstab extra importiert wurde , um den 1 . Weltkrieg zu torpedieren .
Nun das gelang ja nicht schlecht , nur machte der Mann sich selbständig und es begann eine jahrzehntelange und Millionen – Toten - schwere Leidensgeschichte ....

So etwa erklärte mir Irinka , ( mein altkluges Töchterchen in der 2. Klasse damals ) ihre Ablehnung als ich äußerte , nachdem ich nun etliche Monate schon in der Stadt war aber nie Lenins Geburt,s oder Schulhaus besuchte , mein Interesse mal hin zu gehen .
Und schloß mit dem Bemerkenswerten Fazit –
„Da verpasst Du nichts , lass uns lieber an die Wolga gehen“

Schön ist sie die Wolga , breit und majästetisch ewig könnte ich am Ufer sitzen und gucken .
Wenn nicht ständig Touristen vorbei kommen würden . Man sieht ihnen an dass sie das Geld haben auf den Luxus – Flussdampfern zu reisen . Meist alte Männer , Intelligenzler oder Kulurtouristen und meist mit alten aufgeputzten arroganten Weibern . Manche aber auch mit ausgesprochenen Rasse – Frauen an ihrer Seite .

Gestern regte sich so,n Vogel auf , „kein Wunder dass hier alles den Bach runter geht – sollten lieber arbeiten statt hier in der Sonne zu faulenzen“ und seine Tussi „ Ja Eberhard – und nicht mal ein ordentliches Restaurant mit deutscher Küche ...“
Aber als die „ Dame „ mich dann noch anmachte „ Sie – Mann , sie wollen Geld ? Tragen sie Koffer ! Sie verstehen ? Koffer bis Hotel , dann 20 Rubel !“ ( 78 Cent ) da war,s mit meiner Geduld ( mit meinen bundesdeutchen Landsleuten ) vorbei ....
Schieb ab – Alte ! , steck Dir deine Kröten sonst wohin ! Knurrte ich vor Wut , Irina lachte laut los
Und der Göttergatte find dann ( aus sicherer Entfernung ) an zu schimpfen ..... „siehst Hilde – das sind sie , die von der Russenmafia . Erst in Deutschland die dicke Kohle machen und dann hier Touristen beleidigen ....
Schließlich bringen wir das Geld ins Land“

Aber es gibt auch andere .

Einen uralten Mann , jeden Tag steht er an der selben Stelle und angelt .
Einmal , vor 2 oder drei Jahren sind wir ins Gespräch gekommen . Deutsch kann er , wenn auch etwas holprig .
Dieses Jahr nun – nachdem wir ein paar mal Small Talk hatten – fasste er Zutrauen und fragte mich über das Leben aus .
Wie Deutschland jetzt aussieht und so . Wie man da lebt , und ob Wittenberg noch steht ....

Nun ist Wittenberg in meiner Nähe , ich kenne die Lutherstadt und schwamm als Knirps in Piesteritz im Schwimmbad Wettkämpfe . Nach mehrmaligem Zureden kam er dann mit in mein Quartier und ich holte ihm ein paar Seiten vom Internet über Wittenberg . Bei manchen alten Stadtansichten wurde er richtig aufgeregt .
Und dann , erfuhren wir seine Geschichte .
Ein Polizist war er , ganz jung noch , als der Polenfeldzug begann . Er meldete sich freiwillig wegg aus dem beschaulichen Wittenberg , und kam in eine Polizei Sondereinheit . ( wie er sich ausdrückte ) schlimmes hat sich da abgespielt hinter der Front sagt er .

Ich nickte und bekannte , einiges über die „ Einsatzgruppen“ zu wissen – fast währe es das Aus für unser Gespräch gewesen .
Doch dann , nach einer langen Pause – ja so war das , aber ich habe meine Schuld gesühnt ...
Fast 20 Jahre hat er in einem Lager verbracht unter härtester Zwangsarbeit . Und dann , entlassen hat ihn eine gute Seele aufgenommen . Gefüttert , gewaschen und bemuttert – monatelang . Bis er wieder ein Mensch war .
Sie sind schon wunderlich die Russinen . ...
Er brachte es nie über,s Herz ihr zu sagen , dass er Deutscher ist und wie viele ihresgleichen er auf dem Gewissen hatte . Und er brachte es nie übers Herz sie zu verlassen oder seine Herkunft zu offenbaren .

Aber ohne das bekam er nie einen Pass . Abgesehen davon das seine kleine Rente auch nie auch nur fürs Nötigste reicht . Und jetzt ist sie schon lange tot , seine Veronika ... und er fängt sich sein Essen im Fluß .
Dann steht er schwankend auf - bedankt sich sehr herzlich bei mir für die Auskünfte und daß er Wittenberg , wenn auch nur auf dem Bildschirm noch mal sehen konnte ....
Und ich sitze lange da , und weis nicht was man da sagen soll .
Und ich ärgere mich über mich selber , zumal mir Ljuda mit psychologischer unerbittlichkeit Vorwürfe macht .
Ich hätte ihm nichts erzählen sollen , und keine Bilder zeigen sollen - wie furchtbar muß jetzt in diesem alten Mann das Heimweh brennen .....

Oder den Fährmann .

Der war mal Kapitän der großen Fahrt . ( Man wird wissen was das bedeutet – ich denke mal die höchste Prüfung für Kapitäne ) bis 1992 war er noch in der Kriegsmarine . Immerhin Kapitän zur See war er und einen Lenkwaffenzertörer kommandíerte er . Dann war er auf einmal nichts mehr ...

In Uljanowsk ist er , weil die Fahrkarte damals zu seiner Entlassung nur bis dorthin reichte . Er dachte , irgendwie würde er schon weiter kommen , auf seiner Heimreise vom Schwarzen Meer in den hohen Norden .
Aber nie reichte das Geld für das letzte Stück .
Jetzt ist er Anschläger an der Fähre . Er macht auf dem diesseitigen Ufer die Leinen fest , wenn sie im Stunden Tackt kommt .
Und manchmal weint er vor Freude .... nemlich wenn der erste Fährmann krank wird .
Oder mal was vor hat . Denn dann und nur dann , darf er das Steuerrad berühren und die Fähre die 300 m über die Wolga lenken . Schlafen kann er nur zwischen 00:00 Uhr und 05:00 Uhr , wenn die Fähre ruht . In der Kammer für die Seile und Ersatzteile . Und Lohn gibt’s nur von April bis Anfang Oktober ... je nach Eislage .
Über die Marine spricht er nicht . Auch nicht über die Kursk oder wie es weitergeht in der Zukunft .
Ich kann nicht mehr denken sagt er .... ich sehe immer nur ob ich übers Wochenende zu essen habe .


Als Junge hatten wir in Demmin Hühner . Und der Opa schob ein paar Enteneier unter Zwecks Ausbrütung .
Es war eine Gaudi hoch fünf , als die Zeit kam , dass die kleinen Kücken mitten in dem Hühnervolk rummhechelten , ohne den dummen Mutter – Hühnern aufzufallen .
Und es war ein ausgesprochenes Vergnügen , die Gatter der Hühner an die Peene zu öffnen .
Die Hühner selber blieben ja am Ufer , aber die Entenkücken – hast Du nicht gesehen rein in die Peene .
Ein Specktakel ging dann immer los ... die Mutter Hühner rannten laut aufgeregt gackernd am Ufer rumm ...
Während die kleinen Enten sich absolut nicht stören ließen und weiter planschten .....
( Heute weis ich natürlich , dass das verwerfliche Seelische Grausamkeit war .... damals war ,s nur lustig )


Aber Baden ist eben eine feine Sache

Zumal wenn es 35 °C sind und das Softeis , oder was immer man hier als Maroschenoje verkauft ... will man nicht krank werden , lieber nicht seinem Magen/Darmtrackt zumutet .
Die Wolga hat 18°C , sie ist rein visuell sauber und will man den örtlichen Zeitungen glauben , auch bakteriologisch ok .
Hier oberhalb der Stadt mag das – so hoffe ich – stimmen . Weiter Stromabwärts , bei der Atommüll – Aufbereitungsanlage , die man den einheimischen Jahrzehnte – lang als Munitionsfabrick verkaufte , und die schön edyllisch am anderen Wolga – Ufer liegt , bin ich mir da nich so sicher .
Allerdings hat Mütterchen Wolga auch eine ganz schöne Strömung .
Und so trauen sich , wohl wissend , dass in tragischer Regelmäßigkeit nich alle Badehungrigen wider raus kommen ... ( manche werden Stromabwärts am Eingang zum Wolga – Meer in , zumeist illegalen Reusen gefunden , andere tauchen nie wider auf )
Viele Einheimische gehen nicht ins Wasser , können Nichtmahl Schwimmen . Wie Ljudka auch nicht .

Doch sind es nur 500 m zum Ufer und bei der Affenhitze und dem wider mal abgestellten Wasser , ist es schwehr Irinas Betteln zu widerstehen . Zumal ich ihr auf dem Markt beim Vietnamesen , einen schicken ( und unter uns gesagt , super Sexy aussehenden ) Bikini gekauft habe .
Sie weis natürlich , die Situation ist günstig ,
Mama ist dienstlich unterwegs und wir so ohne Aufpasser ,,,

Es ist herrlich zu planschen und den Kids zu zu sehen . Ein paar Jungs haben irgendwo her einen riesen – Reifen
Und auf den versuchen jetzt eine Horde Jungs und Mädchen – und ich mit – zu klettern .
Aber meistens bevor man richtig oben ist , schubst jemand das Ding um und man liegt wider im Wasser .
Nur manchmal – schließlich dürfen wir nich in die Fahrrinner treiben – unterbrechen wir und schwimmen sammt Reifen zurück ans Ufer .
Jedenfalls solange , bis Ljudka auftaucht ....

Woher sie weis , dass sie uns hier findet weis ich nicht , aber auf jeden Fall war sie da und begann uns zurufen .
Wir ( in unserem jugendlichem Übermut ) taten so als sahen wir sie nicht , und hörten wir sie nicht .....
Das hätte zumindest ich , der Erwachsene , eigentlich besser wissen müssen .
Denn jetzt begann sie aufgeregt hin und her zu laufen ... sehr zum Gaudi der anderen zahlreichen Zuschauer , die sich wohl wunderten was für Verrückte da so im Wasser rummtollen .
Die Rufe , erst noch verträglich in russisch und deutsch wurden zunehmend unleidlicher ...
Bis meine ( sonst so beherrschte und friedliche kleine Maus ) anfing zur rasenden Furie zu mutieren –
Und mit derben tatarischen Flüchen ( das immer das obergemeine von ihr .... da versteh ich nemlich nich mal ansatzweise ) begann sogar mit Knüppeln und Steinen ( gezielt !!! ) nach mir zu schmeißen ....

Spätestens jetzt war mir klar , wollte ich nich nen Zünftigen Krach oder gar Straf – Liebesentzug riskieren –
Jetzt mussten wir sofort raus .
Wir kamen raus ( Irina bewundernswürdig ruhig – aber gleichzeitig so was von abgebrüht ihrer Mammutschka gegenüber , dass ich wider mal staunte ) und ich in höchster Anstrengung ... meine Beherrschung zu behalten ...
Denn zu sehr hatte mich meine Liebe an die verzweifelt am Ufer rummgackernden Hühner erinnert – dass es mir viel abverlangte ... nicht laut los zu prusten .
Nun meine Liebe sah mir natürlich an – dass ich sie ( völlig unpädagogisch vor Töchterchen ) nich so richtig ernst nehme und mein „ Arme Sünder Gesicht“ war wohl auch nicht sehr überzeugend .

Spät erst am Abend , zum Glück wahren Gäste da die die Spannung verminderten , konnte ich die Situation dann auflösen . Indem ich scheinbar ohne Bezug begann über meine Hühner und Enten in Demmin zu erzählen .
Irina schnallte als erste das Gleichnis und begann zu johlen , bis kurz darauf Ljuda ihr „ Ich bin jetzt ernst !“
Gesicht auch nicht mehr halten konnte .
Aha – ich bin also ein dummes Huhn ..... sagte sie mit der Faust über den Tisch drohend ...
Dann erzählte sie unsere Verwerfliche Eigenmächtigkeit den Gästen , welche sich vor Lachen bogen ....


Und ich wusste , die drohende Verbannung auf die nächtliche Terrasse ist ausgesetzt .

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Erinnerungen und Gedanken

Im Park

Außerhalb des Kasernenkomplex,es in einem wunderbaren Park steht eine Theatermuschel .
Ne kleine Bühne mit so komisch runden vorgezogenen Dachsegmenten , in Kurorten gibt es so was öfter , Ihr kennt vielleicht was ich meine ..
Bänke ringsum , und hauptsächlich Alte drauf hockend teilweise trinkend .
Auf der Bühne eine Militärmusik – Kapelle , ich glaub Miliz . Sie spielen Militärmärsche und andere Stücke .
Es ist noch ein wenig Zeit und Ljuda und ich setzen uns hinten von allen unbeobachtet kurz hin . Und als ein Walzer gespielt wird ...

Es ist ein ganz berühmter Walzer ... ich kenne ihn nur aus alten Kriegsfilmen , brüllt ein dürrer alter Mann auf – torkelt zur Kapelle und brüllt weiter rumm .

Ein kräftiger junger Mann greift sich den Opa und führt ihn ab .... an meiner Bank vorbei – die Musik abgebrochen als er vortorkelte
... setzt wieder ein und der Walzer
( dieser alte berühmte , der seinerzeit gespielt wurde , wenn sich die Soldaten von ihren Frauen verabschiedeten ... um an die Front zu fahren )
wird erneut angestimmt .

Vielleicht sind dem Opa die Erinnerungen zu heiß hoch gekommen , denke ich oder der Alkohol war zuviel ich weis es nicht .
Und doch ist mir als führte man mich ab . Zu gut weis ich noch wie elend ich mich manchmal fühlte .
Zu gut weis ich , ohne Ljuda hätte ich mich wohl bis jetzt bereits tot gesoffen oder wäre nach Albträumen einfach vom Dach gesprungen .

Ich höre gern Militärmusick , richtig melancholisch werd ich bei manchen Stücken ... doch jetzt sitzt ein Kloß im Hals .
Den alten Mann ( ne Menge Orden und Medaillen hatte er am Anzugrevers ) im Kopf ,
fällt die tägliche Grausamkeit , wie sie hier ihre Veteranen behandeln wider mal auf .....
Mir ist die Ruhe und Freude vergangen .

Weis ich doch , dass nach den letzten Jelzinschen Reformen jetzt , Veteranen nicht mehr Holz aus den Wäldern holen , oder Beeren / Pilze sammeln dürfen
um sie zu verkaufen , dass Medizin nicht mehr kostenlos abgegeben
und Bus / Regionalbahn – Tickets nicht mehr verbilligt an Weltkriegsveteranen ausgegeben werden ...
Dass Afganistan – Veteranen jetzt keinen Anspruch mehr auf ärztliche Betreuung durch das Militär haben -
und zu tausenden aus den Reha – Heimen ( unsere Asylbewerberheime sind übriegens oftmals komfortabler ) zwangsexmitiert wurden ...

Um nur Beispiele zu nennen .
Und wie zum Hohn auf meine bis Mittag angehaltene Hochstimmung sehe ich jetzt am Ausgang des Parkes mehrere eindeutig bettelnde ,
in abgerissen Militärsachen oder runtergekommenem ( aber mit Orden und Medaillen behafteten ) Ziviel Männer und Frauen sitzen .
Wütend , ohne recht zu wissen auf wen eigendlich , springe ich auf und renne mehr als ich gehe , davon .

Ljuda sie wahr mir still gefolgt , als ich einfach aufsprang und loslief , hat ein ganz hartes Gesicht jetzt .
Sie sagt nichts , erklährt nichts oder entschuldigt nichts .... sie weis , ich kenne viele Zustände ihres Landes und habe nie oberflächlich reagiert ....
Und ich weis ( so gut kenne ich dieses harte Gesicht ) - wieder einmal schämt sie sich unendlich ...

Als währe sie Schuld an diesen Zuständen und daran ,
dass es seit nunmehr fast 10 Jahren statt endlich einmal besser zu werden für die normalen kleinen Leute , immer weiter immer schlimmer wird .
Und wortlos sucht im Gehen ihre Hand meine ...diese fest drückend , und ich hab das Gefühl sie ist mir dankbar .
Dafür das ich schweige oder einfach weil ich bei ihr bin und sie festhalte .

Und mich durchströmt , wann habe ich ihr das eigendlich im Alltagstrott das letzte mal gesagt ? frag ich mich ,
... eine große Dankbarkeit dafür daß ich sie habe ....
und ein Händedruck soviel sagen kann .

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Man hat es nicht leicht im Leben

Vor allem wenn man,s doppelt nimmt und noch drei Kid,s groß kriegen will ( manchmal auch einfach nur satt ohne zu klauen ) aber leicht hat es einen .
Will sagen , als es an der Zeit war , haben wir ...

Mehr noch meine Frau als ich , den sie schaffte die 12 Stunden - Schichten und nicht selten 24 Stundendienste im Medpunkt zu machen trotzdem aber die Kinder immer , wenn auch manchmal in abgetragenen - aber immer sauberen ! Sachen zur Schule zu schicken .

Zauberte immer - und sei es nur eine Bemme mit selbstausgelassenen Fett und einen Apfel - um Ihnen ein Pausenbrot mitgeben zu können usw. Wann sie wusch entdeckte ich nie und woher sie , als er mit der Briefwaage nur zu haben war auf dem Markt , den Kaffee nahm den ich Literweise soff als meine einzige Sünde quasi ... weis ich bis heute nicht .
..... also in Gorbatschov,s neuer Freiheit , haben wir gestrammpelt ohne Ende .


Es blieb einfach keine Zeit mal ab zu hängen oder großartig nach zu denken damals .

Einmal , ich weis nicht mehr das genaue Jahr , aber daß wir drei Monate keinen Sold bekommen hatten und es schon Drei Wochen nur Kohl gab in der Kaserne , der Schule und zuhaus .....
Rief Sie plötzlich an , stell Dir vor ! ... wir bekommen heute Zucker ! !!!

Die jungs laufen schon den Wagen holen - den Wagen mit dem wir sonst Bruchholz aus dem Wald und Eimerweise Pilze , Beeren usw. holten - und dann fahren wir gleich auf den Markt !

[ Ich war glücklich ! angesteckt von Ihrem Glück ....]
Lebte auf allein von ihrer jetzt wider fröhlich , wie  früher oft klingenden Stimme , als würde sie singen , mit Jauchzern und so
.
Und ich freute mich , sie würde Mehl kaufen können und Fleisch .. es gäbe am Abend Pelmeni ! Und vielleicht sogar für Dich ein Schnitzel ..... sagte Sie noch bevor sie auflegte .  ( Allein schon ihre Stimme machte mich heiß , wie nicht heißer in den jungeverliebten Zeiten .)

Ein Schnitzel ! und meine Liebste mit glücklicher Stimme ...... wäre ich gläubig ich würde ein Dankgebet abgesendet haben .

Irgendwann , so bei 22.30 uhr Abends kam ich an vor dem Wohnblock und sah sofort - es brennt Licht , die große Stubenlampe ..nicht nur die kleine Stehlampe ! .... ich konnte den Schnitzelduft schon riechen in meiner Nase , sah schon den festlich gedeckten Tisch und alle wie die Orgelpfeifen sitzend ... wartend auf mich ( manchmal quengelten die Kinder solange , bis sie auf bleiben durften bis ich käme )

Ich rannte buchstäblich einen Weltrekord .. in die vierte Etage ( dem Fahrstuhl anvertrauen wollte ich mich nicht , man steckte immer dann fest , wenn keine Monteur greifbar war )

Schloß die Tür auf und sah die Kinder sitzen , im Fluhr an der Wand der große und mittlere , Irinka hatte sich ganz klein gemacht in ihrer Mitte , im Dunkeln .

Trat in die Stube gerade in dem Augenblick 
Als Ljuda inmitten einer Pfütze dreckig braunen Wassers hockend , voller Wut den nassen aufwisch - Lappen an die Wand schmiss .
 ( Den Fleck haben wir dann mit einem Illustrierten - Ausschnitt verdeckt auf dem blaue Pferde über eine kitschige Wiese in Regenbogenfarben rannten , denn Schlemmkreide gab es nicht )

Irgend ein Oberbeamter im Rajon hatte einen Zucker - Zug gestoppt und ausladen lassen .
Die Regionalverwaltungsangestellten , die Polizei , die Lehrer , das gewaltige Ural - Automobilbau-Kombinat nunja und wir die Armee .... alle die welche ewig keinen Lohn bekamen , bekamen jetzt Zucker .

Denselben Zucker , den man sonst Teelöffel - weise nur kaufte stand eine größere Familienfeier oder Beerdigung an , zu entsprechend gepfeffertem Preis , den hätte man an jenem Tag Tonnenweise haben können für das sprichwörtliche Ei und einen alten Apfel .

Kannst Du Dir ..
 vorstellen wie enteuscht meine Frau gewesen sein muß , als sie frohlockend auf dem Markt ankam ?
Nichtsmehr mit lange den verschobenen  kleine Leckereien für die Kinder , nichts mehr mit Pelmenie lange entbeert und doch so köstlich und kein Schnitzel , wie versprochen , dem Mann anbieten zu können ..... ?
-
Und dann , entteuscht zurück
- immerhin fast 8 Km den Wagen geschoben mit dem Scheißzucker , -
brach auch noch der das Rohr am Heizkörper und die Rostbrühe schoß munter immer weiter , soviel sie auch wischte

Und Sie , weinend , verfluchte den Tag als sie geboren wurde , den Tag als Sie mich kennen lernte ... und daß Sie mir das angetan hatte
( meinend , wie gut hätte ich es doch haben können , dort in meiner DDR , wo man wenigstens Lohn bekommt und dafür etwas kaufen kann )
 ..... und mit einem Blick , den zu beschreiben ich nicht vermag , ließ sie sich von mir umarmen und fragte schüchtern , wie ein kleines Mädchen ....
ob ich wohl nicht heimlich daran denken würde Sie und das alles hier , zu verlassen .
Verstehe einer die Frauen !

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Die oft dahingesagten Worte " po smotrim " ( wir werden sehn ) wurden gesagt ... es würde weiter gehen , wie es immer weiter ging
Nun , ich stellte im Keller die Heizungsanlage ab und holte einen Soldaten der Wache , der den Heizkörper mit der Hand absägte . Schlug zwei hölzerne Knebel in die Rohre und warf den kaputten Heizkörper aus dem Fenster .
Zum Abend gab es Kohlsuppe und den Winter über keine Heizung was nicht gerade relaxt ist , der Ural und die Sibierischen Winde daher nicht weit .....
Am Morgen gingen die Kinder in ihren Schuluniformen zur Schule , wir in unseren zum Dienst ..... alles normal - eben !

 Natürlich waren das , nimmt man Kriege , die Gefahren der Kernkraft , die Erderwärmung oder andere echte große Probleme -
- nur Stürme im Wasserglas sozusagen ....

Aber die Auschläge und Wellenhöhe ( um im bildhaftem Vergleich zu bleiben ) sind eben für die kleinen Menschlein in besagtem Glas dennoch gewaltig .

Gruß ! Robert

 

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Kindheitsreflektionen

Erstmalig tauchte Sie auf , da war ich ungefähr 4 Jahre alt , die dicke Frau .....

Ob sie vorher schonmal da war weis ich nicht , wenn aber hat sie keinen bleibenden Eindruck hinterlassen .
Hier jedoch hinterließ Sie ihn , den bleibenden Eindruck in jenem Hochsommer .

Spoiler
Bei meinen Großeltern in Demmin auf jeden Fall , verweigerten Sie der dicken Frau Frau doch fürderhin den Zutritt zu ihrer Wohnung , standhaft bis ans Ende ihrer Tage .

Und auf mich auch .

Denn die kam mit einem Polizeiauto und dass wollte schon was bedeuten , fuhren damals doch , wir sprechen von den 50ger Jahren , nicht soviele davon rumm und in der kleinen Stadt dort oben in Mecklenburg ungefähr 30 Km von der Ostseeküste , sowiso nicht. Kann sein es gab Polizisten und Autos , aber an die Peene und an das Gaswerk mit einer Mohle unmittelbar an jenem Flüsschen gelegen , hatten sich noch keine Verirrt bis dato .

Na jedenfalls kommandierte die dicke Frau rumm

Und die Polizisten gehorchten , als sie in affenartiger Geschwindigkeit meine Sachen einpackten . Um mich - aber das realisierte ich erst als ich da angekommen , entlaust und in einen gestreiften Strammpelanzug gesteckt , ein Bett zugewiesen bekam in einem mit ungefähr mit 40 Kindern belegtem Schlafsaal - in ein Kinderheim ab zu transportieren . Nach Pretsch , an der Elbe .
Es war keine reine Freude dort , und die Frauen und Männer streng mit uns Kindern , es waren Gitter an den Fenstern und die Türen hatten keine Klinken , wie auch die Kinder keine Taschentücher .

Es gab blödes Essen welches ein zu nehmen war auf Kommando und schweigend , seither hasse ich Graupen und plaudere gern beim Essen . Wärend schweigend in ihren Teller rummstochernde Figuren mich krank machen und so den Appetit versauen , daß ich aufspringe und türme .....
Jetzt kann ich das ja , damals ging das nich , im Gegenteil verweigerte man zu essen oder machte etwas falsch auch wenn es ein Versehen war , kam in einen dunklen Raum . Starke Wände muß der gehabt haben , denn man hörte einfach nichts und man sah nichts , stockdunkel und absolut still . Zuerst hat mich das sehr geängstigt , dann habe ich gelernt man muß sich mit dem Rücken an eine Wand setzen und es macht Spaß sich mit den Gedanken fort zu wünschen in eine Märchenwelt in der man lustige Sachen erlebt oder ein Held sein kann . Ja es war mir manchmal sogar unangenehm , ich wurde raus gerissen aus meinen schönen Träumen und mußte wieder rein in den kalten Gruppenraum , denn es war Winter geworden zwischendurch .. und neben den fehlenden Türklingen fehlten auch Öfen .

Wann und warum ich wieder raus gelassen wurde weis ich nichtmehr

Aber warum ich in Pretzsch war , wenn auch nur daß mein Vater nicht nur seiner Aufsichtspflich nicht genügt hätte , indem er mich bei den Großeltern in Lebensgefahr brachte , sondern auch ein Verbrecher war .

Aber das war mir egal damals .
Denn in Lebensgefahr hatte ich mich selber begeben , indem ich mit höchstem Vergnügen immer wider von der Mole dort in Demmin in die Peene sprang ..und wie ein Hund paddelnd immer zu so einer Eisenleiter hechelte , um gleich wider rein zu hüpfen . Daß man dabei ertrinken kann , wenn man nicht schwimmen kann wußte ich ja nicht ... und daß man ins Heim kommt , wenn man es troztdem macht auch nicht .
Mein geliebter Opa muß da auch anderer Ansicht gewesen sein , denn er ließ mich machen , .. meistens Angelnd in Sichtweite und spuckte der dicken Frau damals zum Abschied auf den Schuh .

Und ob mein Vater ein Verbrecher war war mir auch egal , denn er steuerte eine riesengroße Dampflok und hielt manchmal an , ungefähr 100 m von unserem neuem Haus in einer neuen Stadt und ließ mich mitfahren . Das und Er wahr für mich das Größte - Verbrecher hin oder her

Und daß meine Mutter in der Zeit nicht da war , war weil sie ein Baby abholen mußte aus einer anderen Stadt . War bestimmt weit ein weiter Weg bis dahin denn sie hatte lange gebraucht hab ich mir gedacht . Na jedenfalls hatte sie eins jetzt , und ich sollte auf den Wagen aufpassen . Aber meistens lies ich den Wagen einfach stehen .... denn so schlau , daß das Baby nicht raus klettern kann und mit seinem Wagen abhauen , war ich allemal immerhin ging ich schon in den Kindergarten .

Die dicke Frau kam auf einmal wider , eigendlich hatte ich die schon völlig vergessen .
Und ich aufgeweckt von den Stimmen im Nebenraum erkannte sie allein an Ihrer Stimme und ich wußte sie würde die Polizei holen , was sie auch promt tat . Aber sie fanden mich nicht .
Spoiler
Denn ich wußte , da wo die Schienen durch den Wald gehen sind die Russen . Und da wo die Russen sind , dürfen unsere Polizisten und dicke Frauen nicht hin .
Also stapfte ich im Schlafanzug solange die Schienen lang , bis seitlich im Wald ein Häuschen fand . Das Häuschen war schön und daß es so leise und dunkel ist auch . Ich setzte mich in eine Ecke und träumte mich wegg . Nur ziemlich kalt war mir , so im Schlafanzug im Winter und Hunger hatte ich auch .

Nach einer gefühlten Ewigkeit , aber es waren bestimmt nur Stunden , denn die Verwandschaft streitet noch heute ob ich am nächstem Tag oder am zweitem wider da war nach meiner Flucht .
Nach einiger Zeit also nisteten sich da Russen ein .

Die legten ihre Maschinengewehre zur Seite und tranken Schnaps , vor allem aber , die machten Feuer , einfach auf dem Fußboden und es wurde schön warm . Dann entdeckten die mich und wahren fruchtbar erschrocken .
Ich wußte jetzt komme ich nach Sibirien . Aber ein Opa aus der Nachbarschaft hatte mir erzählt daß es nicht schlimm war dort . Es ist riesengroß und wunderschön dort , und er konnte herumm laufen und hat große Bäume abgesägt hat er erzählt . Also machte ich mir keine Sorgen weiter , besser als in Pretzsch allemal .
Aber sie brachten mich nicht nach Sibierien .

Die brachten mich in eine Baracke wo ein Direktor war der immer wider fragte wo ich her gekommen bin und wie meine Eltern heißen in seiner Sprache . Und eine nette Frau sagte dann immer in meiner Sprache was der Direktor gesagt hat und zu dem Direktor was ich gesagt habe auch , aber jetzt wider in der andren Sprache damit er versteht .
Aber die vestanden trotzdem nicht so richtig was ich sagte , denn daß ich von Zuhause gekommen bin und meine Eltern Papa und Mama heißen glaubten sie nicht . Bestimmt dachten die ich weis noch große Geheimnisse , aber außer daß ein Nachbarmädchen( aber das war schon groß , 5 Klasse oder so ) einen Jungen aus ihrer Klasse liebt wußte ich keine Geheimnisse . Und das hab ich nicht verraten denn man darf keine Geheimnisse verraten !

Na jedenfalls bekam ich dann ein riesengroßes Stück Brot , größer als das welches meine Mutter für eine ganze Woche brauchte und eine Suppe zu essen und konnte im Bett des Direktors schlafen . Und als ich schön ausgeschlafen aus dem Direktorraum tappste fand ich meinen Papa vor , vor der Baracke und dachte daß der mit mir schimpfen würde vielleicht .
Aber mein Papa war nicht böse , im Gegenteil er war lustig und trank mit Direktor und noch anderen Russen Schnaps . Ich verstand zwar nicht aber ich war froh .

Und auf dem Heimweg erzählte mir Papa daß er als er so klein war wie ich in einem anderem Land gewohnt hat im Baltikum . Und dort im Baltikum spricht man so ähnlich wie jetzt die Russen hier , da war mir alles klar .
Und ich erzählte , daß ich lieber nach Sibierien gegangen wäre die Bäume sägen , als noch einmal nach Pretzsch , mit der dicken Frau , da war meinem Papa auch alles klar .

Als wir dann mit dem großem LKW der Russen bei unserem Haus ankamen waren viele Menschen dort . Aber mein Papa und der Opa , der der ja schonmal bei den Russen war in Sibierien , beruhigten die Leute und die gingen dann friedlich Nachause . Nur die dicke Tante war noch da .

Aber ich tat so als ob ich Sie nicht sehe , und sie war beschäftigt aus dem Fenster zu sehen .

Später wachte ich trotzdem von ihrer schrillen Stimme auf . Denn sie stritt mit meinem Vater . Ich konnte zwar hören , daß es um Klassenfeinde ging und irgenwas in Bitterfeld war , aber ich wußte nicht was Bitterfeld ist und Klassenfeinde und wer die Bonzen sind in ihrem Getto , und schlief wider ein .
Am nächstem Morgen beruhigte mich der Papa , daß wir Sie , offenbar meinte er die Dicke , so schnell nicht wider sehen würden und ich war beruhigt .

Meine Mutter sah verheult aus und nickte nur als ich zum Kindergarten losging . Aber es wurde trotzdem ein schöner Tag ! Denn dort freuten sich alle daß ich wieder da war .
Und das Nachbarschaftsmädchen , dessen Geheimnis ich gehütet hatte standhaft , nahm mich in ihre Bande auf und ich konnte fortan mit den Großen spielen .. stets beschützt von Ihr , machte mich mal ein größerer Junge an

Mein Vater hatte Recht behalten , sie ließ sich lange nicht sehen , die Dicke .

Aber eines Tages durfte sie doch wieder kommen . Mittlerweile war ich größer und hatte begriffen , die ist die ältere Schwester meiner Muttter , also meine Tante . Hieß bürgerlich Helene und meine Mutter klammerte sich obwohl deren Verhältnis immer eigenartig gespalten war und blieb an Sie , denn alle anderen Verwandtschaften waren auf der großen Flucht aus Ostpreußen verloren gegangen .
Tante Lenchen zu sagen sträubt sich in mir bis heute alles ... denn immer wenn Sie und ich uns trafen in alle den Jahren , gab es Ärger mit der dicken Frau


Aber darüber in der Fortsetzung ....

Gruß ! Robert


 


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2010.05.13 18:10:56

Mal wieder hat es heute den ganzen Tag geregnet, regen ist normalerweise nicht besonders gut für Tomaten. Die Tomaten bekommen von zuviel Feuchtigkeit  Braunfäule, die Blätten und die Früchte werden braun bzw. schwarz. und die Tomatenpflanze geht zugrunde. Aber glücklicherweise sind die von mir gepflanzten russischen Tomatensorten geschützt in meinem Gewächshaus.

Heute war es nun soweit, ich habe mir Zeit genommen die Tomaten auszugeizen. Als Ausgeizen wird das Abbrechen der Nebentriebe bezeichnet. Und wenn man einen guten Ertrag an Früchten bekommen möchte - schließlich soll mein russische Oksenherz der Größte werden - sollte man auf jeden Fall die Nebentriebe ausgeizen. Hier ein Bild wie ich einen Nebentrieb abgebrochen habe:

 


 

 


 

In meinem Gewächshaus hab ich die folgenden russischen Tomatensorten eingepflanzt: scholti Limontschik (=gelbe Limone), orangiwi Gigant (=oranger Riese) und krasnoje Bischeje serdze (roter Oksenherz). Nachdem ich alle Nebentriebe abgebrochen habe, sah es so in meinem Gewächshaus aus. Wie man sieht hab ich auch einiges mehr als nur Tomaten eingepflanzt. Am Wegrand gibt es noch Radieschen und Karotten. Die ersten Radieschen hab ich bereits geerntet und die Karotten sind hoffentlich auch bald soweit. Die abgebrochenen Triebe werfe ich immer auf den Boden unter die Tomaten.

 


 

 

 


 

So das wäre es jetzt vorerst mit meinem Bericht zu meiner Zucht der russischen Tomaten in meinem Garten. Es würde mich freuen, wenn der eine oder andere sein Senf dazu gibt, oder von seinen Zuchversuchen berichtet. Zum Abschluß noch ein Bild einer meiner blühenden Tomaten, leider weis ich nicht genau um welche Sorte es sich handelt.

 


 





2010.05.04 08:56:57

Der Frühling hat nun auch in Sibirien Einzug gehalten. So gab es am 2.Mai in Barnaul 25° Wärme, da war es bei uns kühler. Mit der Schnee- und Eisschmelze gibt es natürlich auch wieder  die obligatorischen Überschwemmungen. In Moskau hat es heute 23° und bei uns nur 16°

http://www.aktuell.ru/russland/news/hochwasser_in_sibirien_doerfer_unter_wasser_26865.html

heute am 5.Mai wieder die selbe Sch... bei uns gerade mal 12° man sollte wirklichden Pelzmantel rausholen. Die Moskauer habens da mit 25° wesentlich besser. Sogar die Jakuten im Fernen Osten sind mit 15° besser wie wir dran. Zum Glück haben wir keine solchen Unwetter mit Überschwemmungen wie in der französischen Riviera.

Heute am 6. Mai hat sich das Wetter noch mehr verschlechtert, 7° bei uns ist echt besch... In Moskau hat es immer noch über 20° und in Karaganda, der ehemaligen Heimat unserer Russlanddeutschen sogar 25°. Bei den Jakuten ist es auch noch doppelt so "warm" wie bei uns. Schnefall ab 700 m ist angesagt. Wo soll das noch hienführen?

Am kommenden Wochenende soll es mit 15° wieder etwas besser werden, zumindest hört der ungemütliche Dauerregen auf.  An die für Moskau angekündigten Temperaturen 28° und Karanganda 27° kommen wir jedoch bei weitem nicht ran. Die Teilnehmer am Tag  des Sieges am 9.Mai werden ganz schön schwitzen.d