28. August - Tag der Russlanddeutschen
Der "Tag der Russlanddeutschen" wurde 1982 zur Erinnerung an das Stalindekret vom 28. August 1941 zur Deportation der Deutschen in Russland nach Sibirien und Kasachstan eingeführt.
Geschichtliche Herkunft:
Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges, am 28. August 1941 wurde von Stalin der "Erlass zur Übersiedlung der Deutschen in Russland" verabschiedet. Damit begann auch die Deportation aller Deutschen nach Sibirien oder in den asiatischen Teil der Sowjetunion (Kasachstan) und eine Vertreibung aus ihrer bisherigen Siedlungsgebieten.
Die Deutschen von der Wolga und aus der Ukraine wurden durch Stalin sozusagen über Nacht verbannt und übergesiedelt. Jahrzehntelang mussten sie in den für sie vorgesehenen Städte in den Verbannungsgebieten verweilen und bis zu zwanzig Jahren Zwangsarbeit verrichten. Zweimal im Monat mussten sie sich bei den Behörden melden. Statt eines normalen Ausweises führten sie einen Deportiertenausweis mit sich. Frauen und Männer wurden in der "Trudarmee" (=Arbeits- und Konzentrationslager) zur Arbeit gezwungen.
Bis 1955 waren alle Schulen für Deutsche gesperrt und veboten worden. Es war veboten Deutsch auf den Straßen zu sprechen. Bücher und Dokumente in deutscher Sprache waren verboten. Ebenso war die Ausübung einer Religion untersagt. Auch später gab es keine Rückkehr-Rechte an den früheren Wohnort, geschweige denn eine Entschädigung für ihr abgenohmenes Eigentum.
Als Anerkennung für das Leid der Russlanddeutschen in dieser Zeit wurde der 28. August als "Tag der Russlanddeutschen" eingeführt.
Hier die Liste aller Gedenktage:
de.wikipedia.org/wiki/Bewegliche_Gedenktage