Gott und die Welt / Mein sibirisches Abenteuer (1 Leser) (1) Besucher
 | | |
|
THEMA: Gott und die Welt / Mein sibirisches Abenteuer
|
|
|
|
Gott und die Welt / Mein sibirisches Abenteuer vor 1 Jahr, 11 Monaten
|
Karma: 8
|
|
07.03.2010 ARD 17:30 - 18:00
Eine deutsche Pastorin in Novosibirsk
Film von Rita Knobel-Ulrich
Bei minus 40 Grad friert gern mal die Wasserleitung ein oder die Autobatterie versagt. Wenn dann noch einer kommt, der murmelt, das Weib habe in der Gemeinde zu schweigen, holt sie erst einmal tief Luft. Stefanie Fendler ist Pastorin und erlebt seit 2007 mit Mann und drei Kindern ihr sibirisches Abenteuer.
Ihre russlanddeutsche Gemeinde in Novosibirsk hat mit stoischer Knorrigkeit die langen Jahre der Verfolgung überlebt und merkt nun, dass sich im fernen Deutschland die Zeiten geändert haben. Stärkung erfährt die junge Pastorin von Rückkehrern, die das Leben im windschiefen sibirischen Holzhaus mit Plumpsklo und Kuh dem bequemen, aber anonymen Leben im 10. Stock einer deutschen Großstadt vorziehen. Sie kennen das Deutschland von heute und unterstützen die Pastorin in ihrem Bemühen, die Gemeinde für die Zukunft fit zu machen, vor allem aber junge Leute für die Kirchengemeinde zu begeistern.
Novosibirsk ist die drittgrößte Stadt Russlands mit einem großartigen Opernhaus, wo alle Klischees über Bären, Fellmützen und Filzstiefel obsolet werden. Ihr Gemeindesprengel ist so groß wie ganz Deutschland. Einmal im Monat fährt sie mit dem Nachtzug ins 1000 Kilometer entfernte Krasnojarsk, um dort zu taufen, zu trauen, zu beerdigen. Oder sie kämpft sich durch Schneemassen und besucht winzige Dörfer, die "nur" ein paar hundert Kilometer entfernt sind. Dort in der Stube auf dem eilig sauber gewischten Wohnzimmertisch baut sie ihren Altar auf und hält Gottesdienst. Dann trifft sie manchmal ein strafender Blick, weil warme, aber unziemliche Hosen an Stelle des standesgemäßen Rocks unter ihrem Talar aufblitzen. Sie nimmt es mit Humor, versteht, dass überkommene Werte und Regeln nicht auf einmal über Bord geworfen werden können.
|
|
|
|
|
|
|
|
Aw: Gott und die Welt / Mein sibirisches Abenteuer vor 1 Jahr, 11 Monaten
|
Karma: 6
|
Ach schade, hab ich eine Stunde zu spät entdeckt, hätte ich gerne gesehen. Aber manchmal werden solche Beiträge ja auch irgendwann wiederholt. Auf Phoenix kommt eine ganze Menge davon. Was hab ich mir da schon ganze Nächte um die Ohren geschlagen. 
|
|
|
|
|
|
|
|
Aw: Gott und die Welt / Mein sibirisches Abenteuer vor 1 Jahr, 11 Monaten
|
Karma: 14
|
Also,ich habs gesehen,war ganz interessant..nur schade für die Leute dort das sie wieder nach D zurück kommt.Ich denke mal das es für die 3 Kinder ne ziemliche Umstellung wird.
Jedenfalls muß die Schule von den Eltern hier nicht mit Zeitungspapier abgedichtet werden (die Fenster) 
|
|
|
|
"Verstehen kann man Russland nicht,
und auch nicht messen mit Verstand.
Es hat sein eigenes Gesicht.
Nur glauben kann man an das Land."
(Fjodor Tjuttschew; 1866)
|
|
|
|
Aw: Gott und die Welt / Mein sibirisches Abenteuer vor 1 Jahr, 11 Monaten
|
Karma: 8
|
|
Die Reportage war - wie alle von Rita Knobel-Ulrich - sehr interessant. Es wurde mal wieder bestätigt, dass in Gegenden, wo das Leben schwerer ist, die Menschen mehr zusammenhalten und gemeinschaftlicher miteinander umgehen.
Bestimmt haben viele von euch auch die ZDF-Erlebnisdokumentation "Sternflüstern" gesehen.
Trotz der sibirischen Kälte empfinde ich durch die Mitmenschlichkeit Wärme!
|
|
|
|
|
|
|
|
Aw: Gott und die Welt / Mein sibirisches Abenteuer vor 1 Jahr, 11 Monaten
|
Karma: 14
|
Leider nicht,also "Sternflüstern" aber der besondere Zusammenhalt ist auch mir aufgefallen und die altmodischen Einstellungen der r.orthod. Kirche.Können sie sich mit unsere kath. die Hand reichen
Was dabei rumkommt sehen wir ja gerade
Die deutschen die dort noch leben können erstaunlich gut noch deutsch,etwas was ich zugegebener maßen nicht gedacht hätte.
Ich persöhnlich würde sehr gerne mal mit den Menschen dort reden aber sowohl aus finanz. Gründen wie auch wegen meiner kl. Tochter kann ich das leider nicht
Ich interessiere mich für diese persöhnlichen Geschichten und habe halt auch ein wenig Angst das diese Erinnerungen verloren gehen wenn diese Menschen von uns gehen
|
|
|
|
"Verstehen kann man Russland nicht,
und auch nicht messen mit Verstand.
Es hat sein eigenes Gesicht.
Nur glauben kann man an das Land."
(Fjodor Tjuttschew; 1866)
|
|
|
|
Aw: Gott und die Welt / Mein sibirisches Abenteuer vor 1 Jahr, 11 Monaten
|
Karma: 19
|
|
ich habe diese Sendung nicht gesehen,un wenn ich ehrlich sein soll hätte ich mir sie auch nicht angeschaut, wenn ich den Termin gewußt hätte. Was mir an solchen sogenannten Dokus nicht gefällt, ist die Arroganz, mit welcher die westlichen Filmemacher an solche Themen herangehen. Mir ist an der Post von Ischara der Satz mit dem Abdichten der Fenster mit Zeitungspapier aufgefallen. Fakt ist nun mal, dass Zeitungspapier ein sehr guter Dämmstoff ist und bei den Doppelfenstern die die Häuser in Sibirien noch sehr oft haben, diese Abdichtung normal ist. Ich war schon oft in Sibirien und habe unter einfachsten Verhältnissen auf dem Lande gelebt, mit Plumsklo auf dem Hof und das Wasser musste man an einer Pumpstation holen. Die Banja diente gleichzeitig als Gänsestall und die Lebensmittel sind vor dem Haus gewachsen. Die Menschen dort, können unter den einfachsten Verhälnissen überleben und wenns Probleme gibt, dann wird improvisiert, aber ich muß Schluss machen, ich merke, dass meine Russische Seele sich erregt. Im überigen müssen in den Stuttgarter Schulen die Fenster nicht mit Papier abgedichtet werden, dafür fallen den Schülern Teile der Decke auf den Kopf. Ursache ist kein Geld für die Schulen, da man ja alles für Stuttgart21 opfert.
|
|
|
|
www.catharina-pawlowna-gesellschaft.de
"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derjenigen, die die Welt nicht angeschaut haben."
(Alexander von Humboldt, deutscher Naturforscher)
|
|
 | | |

|