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Ich zitiere mal wieder aus Pochljobkins "Nationale Küchen":
"Manty
Die Mantysind eine Art Pelmeni. Ihre Zubereitung besteht aus folgenden drei Arbeitsgängen: Anrühren des Teigs, Vorbereiten der Füllung, Zubereiten und Kochen der Manty.
Sie sind größer als Pelmeni, haben eine andere Füllung, werden nicht in Wasser, sondern in Dampf gegart, und dazu verwendet man ein besonderes Gefäß - einen Zylinder aus Leichtmetall mit 4 bis 6 perforierten Stufen (Anmerkung von mir: ein Bambusdämpfer aus dem Asia-Laden tut es auch). Auch eine große Kasserolle tut es, auf deren Boden eine umgestürzte Tasse und darauf ein tiefer Teller gestellt werden. Man bestreicht den Teller mit Fett, legt in einer Reihe die Manty darauf, deckt sie mit einem kleineren, flachen Teller zu, gießt Wasser auf den Boden der Kasserolle, schließt den Deckel und stellt das Ganze auf mäßige Flamme.
Die schonende Zubereitung mit Dampf erhält die Form der Teigtaschen und verleiht ihnen gleichzeitig einen kräftigeren Geschmack als bei den Pelmeni, die in viel Wasser gegart werden.
Für den Teig:
500 g Mehl, 1 Ei, 1 TL Salz, 1/2 Glas Wasser (1 Glas=200 ml).
Für die Hackmasse:
1 Kg Hammelfleisch, 500 gr Zwiebeln, 1/2 Glas Salzwasser (1 TL Salz), 1 bis 1 1/2 TL Pfeffer, 100 bis 150 gr Hammelnierentalg, Kümmel.
Zubereitung des Teiges:
Aus Mehl, dem Ei, Salz und ein wenig Wasser einen steifen Teig kneten, zu einer Kugel rollen, mit einem Tuch bedecken und so 30 bis 40 Minuten stehen lassen. Anschließend auf 1 bis 2 mm Dicke ausrollen und 10 cm x 10 cm große Quadrate ausschneiden.
Zubereitung der Füllung:
Schieres Hammelfleisch in kleine Stücke schneiden oder durch die grobe Scheibe des Fleischwolfes drehen. Feingehackte Zwiebeln, gemahlenen Pfeffer, Kümmel und einige Teelöffel Salzwasser zugeben und alles gut durchkneten. Gesondert den Hammeltalg in bohnengroße Stücke schneiden.
Zubereitung der Manty:
Auf jedes Teigquadrat ein Teelöffel Hackmasse und 1 Stückchen Talg legen, den Teig nach oben zusammendrücken. Die vorbereiteten Manty mit einer Serviette zudecken, damit der Teig nicht austrocknet. Anschließend so auf den eingefetteten Einsatz des Kessels legen, dass sich die Manty nicht berühren. Mit kaltem Wasser bespritzen und bei geschlossenem Deckel 45 Minuten dämpfen. Sollten die Manty während des Garens austrocknen, werden sie und der Einsatz ein- bis zweimal mit heißem Wasser bespritzt. Steht dieser Kessel nicht zur Verfügung, werden die Manty wie bereits angegeben in einer Kasserolle - nach dem Aufkochen des Wassers - 25 bis 30 Minuten gegart.
Die fertigen Manty werden entweder mit Katyk-Sauermilch bzw. saurer Sahne angerichtet oder mit fetter Fleischbrühe begossen und mit schwarzem Pfeffer und Korianderlaub bestreut.
Eine weitere Zubereitungsart:
In erhitzten Fett die Manty goldbraun rösten, anschließend in den beschriebenen Kessel geben und dämpfen oder auf den Teller legen, ebenfalls wie oben beschrieben, und leise kochen, dabei legt man die gerösteten Manty in mehrere Reihen, damit sie nicht zusammenkleben. Sie werden in 20 bis 30 Minuten gar."
Anmerkung von mir: Wichtig ist also das "Dämpfen" in heißem Wasserdampf als Zubereitungsart. Da gibt es, wie beschrieben, verschiedene Möglichkeiten. Und eine anständige Tomatensauce anzusetzen, dürfte problemlos sein.
Arnfeld
(gerettet aus dem alten Forum)
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