Ich habe auf einer meiner Websites gerade einen kleinen Artikel veröffentlicht, der vielleicht für den einen oder anderen Leser/Schreiber hier interessant sein könnte. Um den Artikel mit allen Links zu lesen, bitte hier klicken:
bit.ly/cyKpn4
Ansonsten, hier der Text:
Ein Kreis schließt sich: aus der Napster Flatrate eine echte Flatrate machen
Wisst ihr noch, 1998? Napster erblickte das Licht der Welt und veränderte sie. Millionen von Menschen tauschten illegal MP3 Dateien mit einander und machten damit den ersten Schritt in Richtung Digitalisierung der Musik. Lange Jahre haben die Plattenfirmen sich geweigert, anzuerkennen, dass man im Internet mit Musik Geld machen kann. Lieber hat man Teenager abgemahnt und verklagt.
Gott sei Dank ist diese Zeit vorbei. Napster wurde geschlossen und als legale Plattform wieder eröffnet.
Heute gibt es bei Napster 3 verschiedene Tarifmodelle, von denen ich aber nur auf zwei eingehen werde:
1. Der “per Song” Tarif (99c pro Song)
2. Die “Flatrate” (€9,99 pro Monat)
Zunächst klingt die Flatrate sehr gut. Man kann so viele Songs und Alben runterladen, wie man will. Aber da gibt es zwei, meiner Meinung nach, große Probleme:
- Sobald man aufhört, die knapp €10 pro Monat zu zahlen, kann man all die schönen Lieder die man runtergeladen hat, nicht mehr hören. Das hat man dem DRM Schutz zu verdanken, an dem Napster immer noch festhält. Wo Anbieter wie Amazon und iTunes erkannt haben, dass es Quatsch ist, weigert sich Napster weiterhin. Irgendwie witzig, wenn man bedenkt, welch große Rolle das ursprüngliche Napster darin gespielt hat, die Plattenfirmen von der “freien” digitalen Musik zu überzeugen.
- Das Format, in dem man die Lieder von Napster serviert bekommt, ist WMA. Damit sind die Lieder für alle iPods und das iPhone tabu. Denn die kennen bei der Musik nur das MP3 Format und die Sound Formate von Apple (M4B, M4A, etc.).
Diese zwei Punkte haben mich immer davon abgehalten, bei Napster einzusteigen. Ich lade jeden Monat für weit mehr als €10 Musik bei iTunes und Amazon. Und bei Preisen von bis zu €1,29 pro Song (bei iTunes) kann es schnell teuer werden. Ein Album mit 12 Songs zu €1,29 liegt schon bei €15,48. Für digitale Musik einfach viel zu teuer. Und das aus mehreren Gründen:
- Die Soundqualität ist nicht ganz so hoch wie bei der CD.
- Man kann die Lieder nur einmal runterladen. Die MP3 Dateien versehentlich gelöscht? Die Songs mit dem iPhone gekauft und es ist dir abgeschmiert, bevor du die Lieder auf den Computer übertragen konntest? Pech gehabt – dann kann man die Lieder nämlich noch mal kaufen. Eine CD ist etwas handfestes. Die kann man ins Regal stellen und die kann man auch nicht versehentlich mal wegwerfen. Ok, man KANN. Aber es ist wesentlich unwahrscheinlicher. Und wenn man mit ihr gut umgeht, hat man viele Jahre Spaß daran. Und die CD kann nicht abstürzen oder versehentlich formatiert oder gelöscht werden.
- Es ist oft keine “Album Art” (was man früher “CD Booklet” nannte) dabei. Neuerdings gibt es bei iTunes Alben (für mehr Geld) mit “Album Art”, die man als Bonus runterladen kann. Aber es ist einfach nicht dasselbe.
Für mich ist die Umstellung auf digitales Musik-Shopping ein Kompromiss. Ich verzichte auf die CD. Ich lege Backups meiner Musik an. Ich verzichte auf die “Booklets”. Dafür möchte ich dann aber bitte auch anständige Preise zahlen. Denn wenn ich für ein Album €15 ausgeben muss, dann kann ich auch zum Mediamarkt gehen. Ist bei mir direkt um die Ecke.
Kürzlich habe ich aber in einem Artikel in einer PC Zeitschrift gelesen, dass es gesetzlich erlaubt ist, DRM geschützte Dateien in normale MP3 Dateien zu konvertieren. Man darf nur nicht DRM Schutz knacken. Man muss es überspielen. Genau, wie damals mit dem Doppel-Kassetten-Deck. Nur geht das mit digitaler Musik viel einfacher, schneller und bequemer. Und ohne Qualitätsverlust.
Als erstes probierte ich natürlich Tunebite aus. Das ist scheinbar die Nummer eins in diesem Feld. Die Standard-Version gibt’s schon für knapp €20 und die soll alles können, was ich will: Napster Musik Dateien in MP3s umwandeln, Hörbücher von Audible in MP3 Dateien umwandeln (zum Hören auf herkömmlichen MP3 Playern) und so weiter.
Aber, um ehrlich zu sein, war mir das viel zu umständlich.
Um Musikdateien zu konvertieren, spielte Tunebite sie ab und zeichnete sie gleichzeitig auf. Das heißt, ich kann das nicht nebenbei machen, während ich mit etwas anderem am PC beschäftigt bin. Und die Geschwindigkeit von 1:1 ist ebenfalls inakzeptabel. Wozu ist es denn digital?
Ein Bekannter machte mich dann auf eine Alternative aufmerksam. SoundTaxi – ebenfalls für knapp €20 in der Standard-Version (völlig ausreichend). Ich bin begeistert!
Heute habe ich mir zwei Alben bei Napster runtergeladen und sie innerhalb von nicht mal 5 Minuten konvertiert gehabt. Die Tonqualität ist super: 320kBit/s.
Jetzt sind sie auf meinem iPod gespeichert und ich höre sie, während ich diesen Text tippe.
Und es funktioniert wirklich super-einfach:
- SoundTaxi installieren und starten.
- Auf “Select Files” klicken und die gewünschten Dateien auswählen.
- Auf “Convert” klicken und es geht los.
- In Blitzesschnelle landen die konvertierten Dateien in “C:\Converted”. Wer die Dateien anderswo gespeichert haben will (zum Beispiel im selben Ordner, wie die geschützten WMA Dateien), kann das in den Optionen festlegen. Ebenso wie die gewünschte MP3 Qualität.
Und das beste: es ist völlig legal. Was will man mehr? Jetzt bin ich Kunde bei Napster und erfreue mich daran, zum ersten mal im Leben eine echte und legale Musik-Flatrate zu haben.
Danke Napster – auch wenn du Hilfe von SoundTaxi brauchtest.
