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Tourismus in Russland
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Alles was zum Thema Reise nach Russland wissen sollte.
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THEMA: Tourismus in Russland
#6092
Ulrich
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graph
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Geschlecht: männlich Ort: Königreich Württemberg Geburtstag: 08.06
Tourismus in Russland vor 1 Jahr, 6 Monaten Karma: 19
der Kreml plant Unsummen für die Entwicklung der touristischen Infrastruktur auszugeb. Auf der einen Seite sehe ich das positiv, den hier liegt ein enormes Potential an neuen Arbeitsplätzen. Auf der anderen Seite habe ich Angst, welche Frevel an der Natur geplant sind. An einen "Sanften Tourismus" ist hier sicherlich nicht gedacht.

www.aktuell.ru/russland/news/russland_st...twicklung_27465.html
 
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"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derjenigen, die die Welt nicht angeschaut haben."
(Alexander von Humboldt, deutscher Naturforscher)
#7955
ischara
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Geschlecht: weiblich Ort: Münsterland Geburtstag: 27.01
Aw: Tourismus in Russland vor 9 Monaten Karma: 14
Russland „weißer Fleck auf der Tourismus-Weltkarte“
Das touristische Potential von Moskau und ganz Russland wird weit unter Wert genutzt. Eines der interessantesten Länder der Welt spielt auf diesem Markt nur eine Nebenrolle – und seine Hauptstadt auch.

Russland nimmt ein Achtel der Landmasse der Erde ein - und ist doch im touristischen Sinne ein „weißer Fleck auf der Landkarte“. Diese wenig rühmliche Einschätzung äußerte ein Fachmann der es wissen muss: Sergej Schpilko ist Vorsitzender des Tourismus-Komitees der Moskauer Stadtverwaltung und früherer Chef des Verbandes der russischen Tourismus-Industrie.

Wie das Wirtschafts-Portal rbc.ru berichtet, sieht Schpilko enorme Informationsdefizite über das touristische Angebot Russlands – und dies nicht nur in Bezug auf abenteuerliche Wanderwege in Sibirien, sondern auch hinsichtlich des Angebots der drei größten Touristen-Magnete des Landes, nämlich Moskau, St. Petersburg und Sotschi.

Moskau investiert in bessere Informationen

Nach Meinung des Experten seien wesentliche touristische Attraktionen der russischen Hauptstadt bis heute im Internet nur mangelhaft dargestellt. Auch viele Moskauer hätten deshalb nicht die geringste Ahnung über das reale Angebot ihrer Stadt – zum Beispiel die Möglichkeit, mit Oldtimern interaktive Exkursionen durch das Kreml-Areal zu unternehmen. Immerhin belebe sich nun aber doch der Besucherstrom aus dem Inland sichtlich.

Mit Werbung und besseren Informationen vor Ort soll nun ein Image-Wandel Moskaus herbeigeführt werden, so Schpilko – „aber das braucht Jahre“. Mittel dafür sind vorhanden – wenn gleich auch begrenzt: Im Stadthaushalt für 2011 stehen 287 Mio. Rubel (ca. 7 Mio. Euro) für die Tourismusentwicklung bereit.

Zwei Drittel davon sollen für Verbesserungen bei der Informationsvermittlung aufgewandt werden. So wird die russische Hauptstadt in diesem Jahr ein Call-Center einrichten, dass ausländischen Besuchern bei Problemen und Sicherheitsfragen helfen soll. Außerdem sollen im Laufe der Saison 100 neue Stadtpläne aufgestellt werden und das Wegweiser-System erneuert werden.

Russland - unerschlossener Touristenmagnet

Das touristisch bislang unterbelichtete Moskau ist dabei „würdige“ Hauptstadt eines für den Fremdenverkehr bisher mangelhaft erschlossenen Landes: Nach einem vom Weltwirtschaftsforum im März erstellten Rating steht Russland unter 133 Ländern bei den natürlichen touristischen Ressourcen von Weltrang auf Platz 5 und bei den kulturellen Werten auf Platz 9.

Faktisch steht das Land aber bei der Entwicklung seines Tourismus-Angebots in Europa auf Platz 33 und weltweit auf Rang 59. In der Wertung nach den Aufwendungen für die Tourismus-Entwicklung kommt Russland sogar nur auf Platz 91.

Auf einen "Intouristen" kommen fünf Russen im Ausland

Entsprechend defizitär ist die Touristen-Bilanz Russlands: 2010 besuchten 2,4 Mio. Ausländer zu touristischen Zwecken Russland - während 13,1 Mio. Russen zur Erholung ins Ausland reisten. Der Binnentourismus brachte es auf 29,1 Mio. Reisende.

Um das Gewerbe zu entwickeln, müssten die zuständigen Behörden erst einmal einen Überblick über die Branche haben. Aber auch daran hapert es: So bemühen sich dem Bericht zufolge gegenwärtig die Stadtverwaltungen von Moskau und Sotschi, das Bettenangebot in Mini-Hotels und Privatpensionen komplett zu erfassen.

Allerdings verbinden die Behörden dies dann auch gleich mit dem Anspruch, die einzelnen Herbergen klassifizieren und standardisieren zu wollen – und Unterkünfte unter allem Niveau am besten zu schließen.

Sotschi lebt von EU-Visaregeln

Damit wird allerdings wohl der volkstümlichste Teil des Binnentourismus getroffen – die individuellen, unorganisierten Reisen auf eigene Faust. Schon jetzt, so Experten, lebt der Sotschi-Tourismus zu einem guten Teil davon, dass die EU-Staaten weiterhin an ihrer hohen Visa-Hürde festhalten.


Mit der visafreien – und bedeutend billigeren - Türkei könnte Sotschi aber kaum noch konkurrieren. Schon jetzt geht der Besucherstrom in die Olympia-Stadt von 2014 jedes Jahr um 15 Prozent zurück.

www.aktuell.ru/russland/reisen/reisetipp...te%E2%80%9C_381.html
 
Letzte Änderung: 08.05.2011 23:49 von ischara.
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"Verstehen kann man Russland nicht,
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#8068
ischara
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Geschlecht: weiblich Ort: Münsterland Geburtstag: 27.01
Aw: Tourismus in Russland vor 8 Monaten, 1 Woche Karma: 14
für Leute die nicht gerne fliegen aber gerne mit dem Zug unterwegs sind gibt es jetzt (wieder) eine gute Möglichkeit nach Russland zu kommen

Berlin-Kaliningrad: Der Königsberg-Express fährt wieder
Zwischen Berlin und Kaliningrad gibt es seit dem 29. Mai wieder eine direkte Zugverbindung. Der unter Königsberg-Reisenden mittlerweile legendäre himmelblau-weiße Kurswagen verkehrt täglich ab Berlin Bahnhof

Mit der Wiederbelebung des Königsberg-Express gibt es für Reisende rechtzeitig vor der Tourismussaison wieder eine bequeme Möglichkeit, Russlands Ostsee-Exklave mit einem öffentlichen Verkehrsmittel direkt zu erreichen.

Der deutsch-russische Pendelverkehr der lebhaften Kaliningrader Kleinbus-Szene gilt wegen oft übermüdeter Fahrer, ihrer nicht selten halsbrecherischen Fahrweise und des mitunter zweifelhafter technischen Zustands der „Sprinter“ nur unter nervenstarken Reisenden als Alternative.

Das Flugzeug ist seit dem endgültigen Aus von KD Avia wieder zu einem umständlichen und teuren Verkehrmittel geworden für die Kaliningrad-Reise: Ostpreußens einstige Hauptstadt über Riga, Warschau oder gar Moskau anzufliegen, ist eher etwas für Geschäftsleute.

Linienbusse sind auch nicht jedermanns Geschmack, und die Reanimierung der chronisch defizitären Fährpassage von Sassnitz nach Baltijsk ist zwar im Gespräch – doch solche Gespräche, jeder länger mit dem Thema Kaliningrad Befasste weiß das, solche Gespräche können dauern.


Bleibt Nicht-Autofahrern eigentlich nur die Bahn, um Kant, den Elchen und der Kurischen Nehrung näher zu kommen. Der Mini-Zug ist zwar durch das mehrfache Umrangieren und umständliche Grenzkontrollen arg langsam.

Allein am Grenzübergang Mamonowo wartet der Reisende fast zwei Stunden in der botanisch hochinteressanten, sonst freilich recht ereignisarmen Wildnis der EU-Außengrenze, um erst Polens, dann Russlands Wächtern Pass und Visum vorzuzeigen.


Aber man sitzt und schläft wenigstens bequem in den wohnlich eingerichteten Abteils. Tee gibt’s aus dem Samowar, und ein bisschen Ost(preußen)-Nostalgie reist im Kaliningrad-Kurswagen auch immer mit.

Dass er zwischendurch immer mal wieder auf dem Abstellgleis landete in den mittlerweile fast zwei Jahrzehnten seines Bestehens, liegt vor allem daran, dass sich jeweils drei Länder respektive Staatsbahnen über Fahrplan und Procedere einigen müssen.

Technisch ist das eigentlich nicht schwierig: Der Zug verkehrt durchgängig, da Kaliningrad als einzige russische Stadt über einen Gleisanschluss der europäischen Spurweite verfügt.


Politisch waren die Verhandlungen schon schwieriger, auch wenn die polnische Bahn ihren Entschluss, den Kurswagen nicht mehr zu transportieren, auch zuletzt wieder mit wirtschaftlichen Argumenten begründete: Der Königsberg-Express rechne sich schlichtweg nicht.


Königsberg-Express Fahrplan
Die täglichen Abfahrtszeiten nach Informationen der Bahn: Bf. Zoo 20.46 Uhr, Hauptbahnhof 20.50 Uhr, Ostbahnhof 21.08 Uhr. Fahrtzeit knapp 17 Stunden. Ankunft gegen 16 Uhr Moskauer Zeit in Kaliningrad/Südbahnhof an.

Von dort geht es um 18.23 Uhr (wie auf russischen Bahnhöfen üblich Moskauer Zeit) retour über Mamonowo, Branijewo, Elblag, Malbork, Poznan und Frankfurt/Oder nach Berlin.

Die Zeiten gelten vorerst bis zum Ende des Sommerfahrplans am 2. Oktober.

Nähere Auskünfte per Telefon 49.1805.141514, Info in Kaliningrad: 8-800-7750000


www.kaliningrad.aktuell.ru/kaliningrad/i...ehrt_wieder_208.html
 
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#8281
ischara
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Geschlecht: weiblich Ort: Münsterland Geburtstag: 27.01
Aw: Tourismus in Russland vor 6 Monaten, 1 Woche Karma: 14
Russland will Millarden in den Tourismus investieren
Die Regierung will innerhalb von acht Jahren umgerechnet 2,4 Mrd. Euro in die Entwicklung des Tourismus stecken. Laut Premier Putin nutzt Russland sein touristisches Potential nur zu 30 Prozent aus.

Ein gestern vom Präsidium der Regierung erörtertes staatliches Entwicklungsprogramm für die Tourismusbranche sieht bis zum Jahr 2018 vor, 96 Mrd. Rubel für besonders attraktive Investitionsprojekte in den für eine Entwicklung des Tourismus am besten geeigneten Regionen bereitzustellen.

Wie Putin erklärte, gebe es "nirgends auf der Welt eine so große Vielfalt" an touristischen Möglichkeiten wie in Russland. Doch würde dieses Potential bislang nur halbherzig ausgenutzt: Der Anteil des Tourismus am BIP betrage in Russland nur 6,5 Prozent - drei Prozent weniger als im weltweiten Durchschnitt.

In einem Rating zur der Konkurrenzfähigkeit auf dem globalen Tourismus-Markt rangiert Russland nur auf Platz 59 unter 139 Staaten, schreibt heute die "Rossijskaja Gazeta".

Das Programm soll dazu beitragen, dass sich bis 2018 die Zahl der nach Russland reisenden ausländischen Touristen auf 23 Mio. versechsfacht. Die Zahl der einheimischen Urlauber soll um 50 Prozent auf 45 Mio. steigen.

Das Volumen der Tourismus-Branche soll dem Entwicklungsplan zufolge sich bis zum Jahr der in Russland ausgetragenen Fußball-Weltmeisterschaft 2018 um den Faktor 4,7 auf ca. 10,5 Mrd. Euro steigern.

www.russland-news.de/russland_will_milla...vestieren_30085.html
 
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#8488
ischara
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Geschlecht: weiblich Ort: Münsterland Geburtstag: 27.01
Aw: Tourismus in Russland vor 3 Monaten, 2 Wochen Karma: 14
bei den schönen Landschaften echt unverständlich,nun ja,die Russen haben halt Nachholbedarf

Dem Ökotourismus in Russland steht ein harter Kampf bevor
Während viele Touristen aus dem Westen gerne Urlaub in der Natur machen, sind die Russen – und auch Russland selbst – noch immer dabei, sich mit den Annehmlichkeiten dieser Form des Reisens anzufreunden.

Mascha Gerasimowa hatte die Wahl: entweder sie würde ihren Job verlieren, oder sie würde sich mit ihren Kollegen auf eine Tour zur Teambildung in die sibirische Taiga aufmachen. Widerwillig tauschte sie ihren Schulterbeutel gegen einen Rucksack und ihren Minirock gegen Jeans ein und trug statt Make-up Mückenschutz auf die Haut auf.

Für die meisten Russen ist “Ökotourismus” gleichbedeutend mit “Wandern” – beide Male trägt man einen knapp 50 kg schweren Sack auf dem Rücken, das Zelt steht auf einem Ameisenhaufen und am Lagerfeuer werden Lieder gesungen. Im Westen bedeutet Ökotourismus allerdings vielmehr die Entscheidung für Ferien mit Blick auf klassische Postkartenmotive – auf Berge, Wälder und Seen. Nach Angaben der Internationalen Tourismusorganisation beträgt der Anteil des Ökotourismus zwischen 10 und 20 Prozent des internationalen Tourismusmarktes und ist der Bereich der Freizeitindustrie mit dem größten Wachstumsfaktor.



Nun landet diese Idee vom „zurück zur Natur“ auch in Russland, und auch einige russische Urlauber tauschen mittlerweile den Staub der Museen gegen den Staub von wenig befahrenen Straßen ein.


Russlands Landschaften verfügen als Ziel für Ökotourismus über ein enormes Potential. Allerdings gibt es zwar riesige Gebiete, die noch komplett oder zumindest teilweise naturbelassen sind, doch die russische Natur befindet sich nicht gerade in gutem Zustand – und sie ist auch nicht gerade leicht zugänglich. Die meisten landschaftlich schönen Gebiete in Russland erstrecken sich über Distanzen mit vier oder fünf Ziffern, so dass Ökotouristen, die nach Russland reisen, teure Langstreckenflüge bezahlen müssen. Hinzu kommt, dass von einem internationalen Flughafen zum eigentlichen Ziel in der Regel noch einmal mehrere Hundert Kilometer zurückzulegen sind, wobei diese zum Großteil über Straßen führen, die diesen Namen kaum verdienen. Und um an solche Orte wie Kamtschatka oder Yakutia zu gelangen, braucht man wohl am ehesten einen Hubschrauber. Und sind die Touristen schließlich an ihrem Ziel angelangt, muss dort eine bestimmte Infrastruktur für sie vorhanden sein. Selbst wenn die Touristen draußen unter dem Sternenhimmel zelten wollen, brauchen sie bestimmte Kommunikationsmöglichkeiten, medizinische Dienste und Geschäfte, in denen sie Lebensmittel kaufen können. Und wenn Russland tatsächlich dem Trend des Ökotourismus folgen möchte, dann werden auch Hotels benötigt. Moderne Ökotouristen genießen ihren Urlaub gerne mit angemessenem Komfort, ohne jedoch die natürliche Umgebung zu schädigen.



In vielen russischen Regionen könnte die Entwicklung der für den Ökotourismus benötigten Infrastruktur auch einen Beitrag zur finanziellen Unterstützung von deren natürlichen Ressourcen leisten. Russische Waldarbeiter sind unterbezahlt und es gibt viel zu wenige von ihnen. Viele Naturschützer vertrauen auf die Hilfe von Freiwilligen. So haben beispielsweise die Angestellten eines Naturreservats am Baikalsee mit Hilfe von Freiwilligen in Eigeninitiative auf 200 Metern spezielle Wege für behinderte Besucher in Rollstühlen angelegt, und geplant ist, diese auf 2,5 km zu erweitern.



Obwohl staatliche Unterstützung für Projekte in Wäldern und Parkanlagen erst ganz allmählich anläuft, wurden kürzlich bei einem Treffen von Wladimir Putin und Jurij Trutnew, dem Minister für Naturressourcen und Umwelt, bereits Pläne zur Finanzierung eines Entwicklungsprojekts für Naturparks erarbeitet. Zwölf Gebiete wurden als vorrangig zu berücksichtigende Zonen ausgewählt, und zwischen 2013 und 2020 soll dort die benötigte Infrastruktur entstehen. Putin und Trutnew beabsichtigen, bis 2013 die Zahl der jährlichen Besucher in den Naturparks von 6,5 Millionen auf 12 Millionen zu erhöhen.

Mascha Gerasimowa und ein Dutzend ihrer Kollegen landeten in einem Naturreservat in der Republik Burjatien – in Tankhoe in der Region Kabansk. Die Region soll ein Teil des Großen Baikalweges werden. Dabei handelt es sich um einen Verbund ökologischer Wanderwege rund um den Baikalsee, der sich über mehrere geschützte Gebiete der Region um den Baikalsee erstreckt. In den vergangenen Jahren hatte die ungeregelte Nutzung der natürlichen Ressourcen zu einer radikalen Verschlechterung der Ökosysteme im Baikalsee und in dessen Umgebung geführt.

„Die Taiga ist nicht die Savanne, wo man einen Elefanten schon aus einigen Kilometern Entfernung sehen kann. Und Bisons posieren hier auch nicht für die Fotografen – sie haben Angst. Über 700 Kilometer sehen Sie also nichts anderes als Mücken“, meinte ein Buchhalter aus Mascha Gerasimowas Firma.


Unterdessen glauben diejenigen, die der Idee eines wachsenden Ökotourismus kritisch gegenüberstehen, dass die Schaffung einer groß angelegten Infrastruktur in solchen Naturreservaten bzw. in der Umgebung unweigerlich zu deren Zerstörung führen wird.

„In ihren Diskussionen über das Modethema Tourismus haben der Ministerpräsident und der Minister völlig vergessen, über die echten Probleme, vor denen die Naturreservate stehen, zu sprechen: die unzumutbar niedrigen Löhne für die darin Beschäftigten, der heftige Mangel an Materialressourcen und deren schlechter Zustand sowie die permanenten Versuche, geschützte Gebiete anderweitig zu nutzen“, erklärte der Chef des Projekts von Greenpeace für besonders geschützte Naturgebiete in Russland Michail Kreyndlin. Doch während Umweltschützer mit der Regierung darüber diskutieren, wer sich um die Naturreservate kümmern soll und auf welche Weise dies geschehen kann, sind andere eifrig mit der Anlegung von Wegen, der Säuberung von Flussbetten und dem Schutz gefährdeter Arten beschäftigt. Im August hatten Freiwillige in Russland eine Reinigungsaktion von mehreren Buchten der Barentssee organisiert.

„Es gibt nur zwei Wege zur Lösung dieses Problems“, meinte der 30-Jährige Freiwillige Dmitrij Dementjew gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti. „Entweder sperren wir diese Schönheit für unsere Mitmenschen, führen ein Einlasssystem wie beim Militär ein und begrenzen die Freiheit der Menschen, die sich in ihrem eigenen Land bewegen möchten, oder jeder von uns müsste seinen Beitrag leisten, um die Natur sauber zu halten.“


Geschichte des Ökotourismus in Russland

Amateursport-, Wander- und Sporttourismus war, ähnlich wie der „Abenteuertourismus“ im Westen, in der Sowjetunion weiter verbreitet als in jedem anderen Land. 1989 unternahmen mehr als 20 Millionen – meist junge – Menschen solche Reisen. Nach 1990 ging die Nachfrage nach Reisen innerhalb Russlands stark zurück, während Reisen ins Ausland stark zunahmen. 

 In jüngerer Zeit versuchte die Regierung, Werbung für den Ökotourismus in Russland zu machen. Das Thema stand 2010 beim Besuch von Ministerpräsident Putin in Kamtschatka auf der Tagesordnung. Beim Treffen des Ministerpräsidenten mit dem Minister für Naturressourcen und Umwelt wurde am 29. August 2011 beschlossen, 1,5 Milliarden Rubel ($ 50 Millionen) für die Entwicklung von 12 vorrangig zu behandelnden Naturschutzgebieten bereitzustellen und bis 2020 die für das Programm zur Verfügung gestellten Mittel um jährlich 800 Millionen Rubel ($ 26,5 Millionen) zu erhöhen.

russland-heute.de/articles/2011/10/17/de...mpf_bevor_07088.html
 
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#8493
ischara
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Aw: Tourismus in Russland vor 3 Monaten, 2 Wochen Karma: 14
habe es rübergezogen alllerdings ohne die pics,ist ein längerer Bericht!

Mit dem Schiff durch die russische Geschichte

Dem Reiz einer Schiffsreise kann sich kaum einer entziehen. Auf recht bequeme Weise kann man in kurzer Zeit vielfältige Landschaften und Kulturen entdecken und Leute kennen lernen. Und in Russland brechen nicht nur die Ozeanriesen zu Entdeckung ferner Länder auf, sondern auch die mächtigen Ströme und Flüsse Russlands laden zu Kreuzfahren ein.

Uglitsch

Ausländer wie Einheimische verfallen gleichermaßen den Schiffsreisen, wenn sie ihren Urlaub auf Wolga und Don, auf dem Jennissej oder der Moskwa verbringen. Eine der kürzeren, aber um so reizvolleren und und erlebnisreichen Kreuzfahrten führt von der Hauptstadt Moskau in die ehemalige Hauptstadt St. Petersburg. Eine Passagierin beschreibt ihre Eindrücke:

Nach dem Einklarieren an Bord legt das stattliche Flussschiff mit seinen vier Decks ab. Während aus den Lautsprechern der traurige russische Marsch „Abschied von der Slawin“ ertönt, winken die Zurückbleibenden und die Davonreisenden einander aus einem unbestimmten Gefühl zu. Ganz gleich, ob sie sie sich kennen oder nicht. Wahrscheinlich schwingt der Abschied und die Hoffnung mit, einander wieder unter glücklichen Umständen zu begegnen.

Entlang der prächtigen Uferstraßen mäandert der Fluss nach Norden in Richtung des Moskwa-Kanals zur Wolga. Am Abend kommt ein erstes Highlight auf uns zu: Wir passieren die erste der insgesamt 11 Schleusen des Kanals, der die Moskwa mit der Wolga verbindet. Einige von diesen Schleusen sind so eng und flach, dass der Abstand zwischen Bord und Mauer nur wenige Zentimeter beträgt. Die Stimme von Nikolai, dem Moderators des Bordradios, überschlägt sich, als er all die technischen Details über den Kanal herunterrasselt. Doch auf der Fahrt nach Petersburg sind so viele Schleusen zu sehen, wird das Schiff wird so oft gehoben und gesenkt, dass man schon nach einigen dieser Staustufen den Werken der Ingenieursbaukunst kaum noch die geführende Beachtung schenkt.

Das Schiff fährt auch nachts, und am Morgen haben wir schon die Wolga erreicht. Nach dem zünftigen russischen Frühstück im Salon sitzt man auf dem Sonnendeck und genießt wunderschöne Landschaften, die an einem vorüberziehen. Direkt am Ufer reihen sich malerische Dörfer und schicke Ferienhäuser aneinander. Goldene Kuppen der in den letzten Jahren wiederhergerichteten Kirchen glänzen in der Sonne. „Potjomkinsche Dörfer?“, witzelt ein älterer Herr aus Stuttgart nebenan. Er will nicht wahrhaben, dass sich Russland restauriert hat und schöne Seiten zeigen kann. „Ich habe so eine Kreuzfahrt in den 80er Jahren gemacht“, mischt sich Ljudmila aus Moskau ins Gespräch. „Damals war es mancherorts wirklich traurig. Die Stadtzentren hatte man zwar für Touristen auf Vordermann gebracht, aber das Umland ließ zu wünschen übrig. Ich erinnere mich an halbkaputte Holzhüttchen, die meistens unbewohnt waren. Die Region ist jetzt nicht wiederzuerkennen!“ Nikolais Stimme im Bordradio unterbricht unser Gespräch. Wir sollten den berühmten Glockenturm der Nikolaikirche von Kaljasin im Rybinsker Stausee nicht verpassen. Mitten in der Wolga ragt er traurig und bizarr auf einer einsamen und viel zu kleinen Insel empor. Er ist das Opfer der sowjetischen Industrialisierung. Die Kirche stand einst mitten in Kaljasin und wurde mit dem Ortes in den 30ern Jahren des vergangenen Jahrhunderts beim Bau des Uglitscher Stausees einfach geflutet. Unsere Reiseleiterin erzählt die traurige Geschichte der berühmtesten Sehenswürdigkeit von Kaljasin: „Der Kirchturm widerstand auch in der Folgezeit dem Wasser, war er doch so stabil gebaut, dass er einfach nicht einstürzen wollte. Dann hat man sich entschlossen, ihn nicht abzureißen, sondern einen Sprungturm für die Fallschirmausbildung daraus zu machen. Die Legende erzählt, dass eine junge Komsomolzin dort oben heruntersprang. Obwohl weit und breit nur Wasser war - das Inselchen war noch nicht da -, ist sie ums Leben gekommen. Vielleicht war der Hl. Nikolaus böse drüber, dass man seine Kirche entweiht hatte. Jedenfalls ließ man die Idee mit dem Fallschirmturm fallen. Jahre später hatte man ein Einsehen und entschied sich, den langsam zerfallenen Turm zu befestigen und ihn mit einem künstlichen Inselchen zu umgeben. Jetzt kann man ihn mit einem Boot erreichen. Und seit 2007 finden sogar wieder Gottesdienste statt.“

Dann kommt Uglitsch in Sicht. Die kleine Perle an der Wolga ist eine der sieben altrussischen Städte des sogenannten Goldenen Ringes, die im Norden von Moskau liegen. In Russland verbindet man die Stadt auch mit einem tragischen Ereignis aus dem Jahr 1591. Hier starb unter ungeklärten Umständen der Zarewitsch Dimitri, Sohn Iwans des Schrecklichen, der später heilig gesprochen wurde. Damit erlosch die erste russische Zarendynastie der Rurikiden, die sich auf Rurik, den Reichsgründer der Kiewer Rus, zurückführen lässt. Die meisten Russen gehen heute aber davon aus, dass der Zarewitsch im Auftrag des Regenten und Usurpators Boris Godunow ermordet wurde, der 1598 zum Zaren gekrönt wurde.

Am Uglitscher Flusshafen warten schon in russische Nationaltracht gekleidete junge Frauen, um uns nach alter Tradition mit Brot und Salz willkommen zu heißen. Dann geht es per pedes zum Uglitscher Kreml. Doch ist der Kreml nicht eine Burg? Dicke Mauern sind aber nirgends zu sehen. Unser Reiseleiter erklärt das: „Die Stadt war zwar eine Festung, sogar mit tiefen Graben. Der Kreml wurde aber aus Holz gebaut und oft beschädigt. Ende des 18. Jahrhunderts hat man die Mauern endgültig abgerissen, weil sie keinen Zweck mehr erfüllten.“

Auf der Brücke zur Erlöser-Kathedrale geben zwei ältere Frauen russische Gesangfolklore zum Besten. Doch noch schönere Musik erwartet uns in der Kirche selbst. Ein Männerchor singt ein russisches Volkslied und einen typischen gregorianischen Kirchengesang. Ihre CD bieten sie gleich nebenan zum Kauf an. Und das fällt auf. Einjeder in der Stadt scheint vom Tourismus profitieren zu wollen. Wer will es den Uglitschern verübeln? „Früher lebte die ganze Stadt von unserer Uhrenfabrik „Tschaika“ (Möwe). In der ganzen Sowjetunion und darüber hinaus waren unsere Uhren bekannt. Jetzt steht die Fabrik immer mal wieder vor der Pleite“, weiß Tatjana zu berichten, die in Uglitsch lebt und eigentlich Lehrerin ist. Doch mit Stadtführungen bessert sie ihr Gehalt auf. Nach Besichtigung der Erlöser-Kathedrale geht es zur im Jahre 1692 erbaute Demetrios-Kirche am Blute. Die Fresken der Kirche berichten eindrucksvoll von der Ermordung des Zarewitsch. Nachdem wir den Uglitscher Kreml bestaunt haben, führt uns Tatjana zum zentralen Platz der Stadt. In den umliegenden Geschäften gibt es das berühmte Uglitscher Quellwasser, natürlich Uhren der Marke „Tschaika“ und regionale Käsespezialitäten. Am liebsten würde Uglitsch zur russischen Schweiz aufsteigen. Beim Schlendern durch das verschlafene Städtchen entdecken wir das älteste Kloster von Uglitsch – das Alexejew-Frauenkloster, dass noch vor kurzem eine halbe Ruine war. „Zu Sowjetzeiten war hier ein Textillager. Doch vor einigen Jahren kamen fünf Nonnen hierher. Sie schliefen buchstäblich unter freiem Himmel und machten sich an die Arbeit. Jetzt werden in beiden Kathedralen des Klosters wieder Gottesdienste gefeiert“, erzählt uns eine Frau, die in einer der riesigen und innen noch kahl wirkenden Kathedralen Kerzen an Gläubige verkauft. Wir kaufen ihr eine ab und entzünden sie vor der noch leeren Altarwand. Möge der orthodoxe Glaube dieser Stadt helfen, ihre neue Identität zu finden!
Als wir ablegen, genießen wir von Bord aus zum letzten Mal das herrliche Panorama der Stadt. „Was ist das für ein schönes klassizistisches Schloss direkt am Ufer?“, frage ich unsere Reiseleiterin. „Ein Empfangshaus von Gasprom“, antwortet sie lächelnd.


Jaroslawl


Am nächsten Morgen legen wir in Jaroslawl an. Die 600 000 Einwohner zählende Wolgametropole, die ebenfalls zum Goldenen Ring gehört, wirkt auf den ersten Blick wie die große, die imposantere Schwester von Uglitsch. Sobald man von Bord geht, begreift man, dass die Uhren hier auch viel schneller ticken. Während der Stadtrundfahrt wird die Geschichte der im 11. Jahrhundert gegründeten Stadt erzählt, die einst Hauptstadt des Jaroslawl Großfürstentums war und sich später zu einem Handels- und Industriezentrum entwickelte. Am meisten kann man dabei das Wort „stolz“ hören. Die Leute von Jaroslawl sind zum Beispiel sehr stolz darauf, dass ihre Stadt 100 Jahre älter ist als Moskau. Zu ihrem 1000jährigen Jubiläum, das im Jahre 2010 groß gefeiert wurde, hatte sich Jaroslawl extra rausgeputzt. „Besucher, die vor zehn oder fünf Jahre bei uns waren, erkennen inzwischen unsere Stadt nicht mehr wieder. Vor allem die Jaroslawler selbst sind über diese Entwicklung sehr glücklich“, berichtet die Stadtführerin voller Stolz.


Dann stehen wir vor der Himmelfahrt-Kathedrale – der Hauptkirche der Stadt. Es ist kaum zu glauben, dass bis vor kurzem hier nur Gras wuchs. Denn die ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert stammende Kirche wurde 1937 gesprengt, im Rahmen des antireligiösen Kampfes der Sowjetunion. Doch 2004 fing man mit dem Wiederaufbau an, der fast ausschließlich von einem Moskauer Baulöwen finanziert wurde. Pünktlich zum Stadtjubiläum war die Kathedrale wieder rekonstruiert. Eine kleine Fotoausstellung in der noch nach frischer Farbe riechenden Kirche erzählt über die sechs Jahre dauernden Baumaßnahmen. Schön, dass nicht alle Neureichen in Russland ihr Geld für englische Fußballmannschaften ausgeben!

Nicht weit von der Himmelfahrt-Kathedrale eröffnet sich ein herrlicher Blick auf die Uferpromenade mit ihren Laternen und Springbrunnen. In der Mitte haben die Stadtgärtner aus Blumen das Stadtwappen gepflanzt - einen auf den Hinterbeinen stehenden Bär. Wie die Legende berichtet, hat der Gründer der Stadt – Fürst Jaroslaw der Weise – hier eine Bärin erlegt. Der Besuch von Jaroslawl wäre unvollständig ohne den obligatorischen Bummel in der hübsch hergemachten Fußgängerzone mit ihren zahlreichen Cafes und Geschäften.


Doch Sehenswürdigkeiten und Geschichte machen einen pflastermüde, man möchte zurück an Bord. Und irgendwie freut man sich schon auf das Abendessen, auch wenn es keine richtige Überraschung mehr bietet. Denn am Vortag wählt man die Vorspeisen und Hauptgerichte für Mittagessen und Abendessen des nächsten Tages. Doch die Kochkünste unserer Köchin an Bord übertreffen die lapidare Ankündigung einer russischen Spezialität immer wieder. Wie die unseres Schiffsbäckers. Neben Brot und Brötchen bäckt er alle Kuchen täglich frisch.

Vor dem Restaurant-Salon hängt eine Karte von Russland. Wir suchen die Orte, an denen wir schon vorbeigefahren sind, und die, deren Entdeckung noch aussteht. Und stellen fest, dass wir nur ein Bruchteil dieses riesigen Landes bereisen können. Neben mir steht der kleine Sascha. Er ist mit seiner Mutter aus Kamtschatka gekommen. Seine Mutter erklärt: „Wir haben es auf uns genommen, von Petropawlowsk-Kamtschatski die neun Stunden bis Moskau zu fliegen. Natürlich waren wir schon in Petersburg und auch in Moskau. Doch wir wollen mehr von unserem Land sehen.“ Sie reist mit ihrem Sohn allein, der Papa muss zu Hause bleiben, denn: „Zu dritt wäre es doch zu teuer.“

russland-heute.de/articles/2011/10/24/mi...eschichte_07107.html
 
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