MOSKAU, 17. Juli. Die Militärtechnik, die den russischen Landstreitkräften zur Verfügung steht, ist nur zu zwölf Prozent modern genug, um mit dem „angenommenen Gegner" Schritt zu halten, gab Heereschef Alexander Postnikow zu.
Diesen Mangel habe auch das jüngst abgeschlossene Großmanöver „Ost-2010" bestätigt, sagte Postnikow am Samstag dem Radiosender „Echo Moskwy". Wer heute als angenommener Gegner gilt, erklärte er nicht.
Die aktuelle Armeereform ziele insbesondere darauf ab, den Anteil moderner Waffen auf 70 Prozent zu erhöhen, so Postnikow weiter: „Heute können wir uns das nicht leisten. Der Präsident hat uns aber vor die Aufgabe gestellt, dieses Ziel bis 2020 zu erreichen. Wir arbeiten konsequent darauf hin".
Im Zuge der Umrüstung seien beispielsweise Kurzstreckenraketen des Typs Iskander dem Militärbezirk St. Petersburg zur Verfügung gestellt worden: „Diese Waffe kennt keine Konkurrenz im Ausland und kann bei Bedarf auf dem Luftweg an einen anderen Ort verlegt werden".
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