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Kinder zweisprachig erziehen?
InHi
Top Benutzer

Anmeldedatum: 26.05.2007
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Wohnort: (bei) Nienburg |
| Kinder zweisprachig erziehen? |
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Sollte der Nachwuchs Russlanddeutscher zweisprachig erzogen werden, also deutsch und russisch? Oder haltet ihr es für unnötig?
Meine Schwester bringt ihrem Sohn (2 1/2 Jahre) jezt russisch bei. Er plappert (auf deutsch) richtig gut - für sein Alter beachtenswert. Die beiden üben russische Wörter und es macht ihm viel Spass. Er begreift auch dass es unterschiedliche Sprachen gibt und dass nicht jeder jede Sprache versteht. Er weiss, dass mein Freund kein russisch versteht und spricht mit ihm deutsch. Manchmal erlaubt er sich ein Spässchen und fragt ihn was auf russisch und findet es total lustig, dass er ihn nicht versteht!
Wenn ich Kinder habe, werde ich ihnen auch russisch beibringen. |
31.10.2007, 21:44 |
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Oleg
Site Admin

Anmeldedatum: 18.01.2007
Beiträge: 223
Wohnort: Augsburg |
Ich finde es schadet niemanden eine weiter Sprache zu können, leider ist Russisch keine Weltsprache wie Englisch oder Spanisch. Ich stell mir das aber nicht ganz so einfach vor die eigenen Kinder zweisprachig zu erziehen, da man dann nur noch Russisch mit den Kindern reden muß. Und Deutsch würden die Kinder dann sowieso lernen. Im Prinzip bin ich schon dafür! _________________ Administrator
Wohnort: Augsburg
Geboren: Kaukasus
Russen Forum |
01.11.2007, 09:31 |
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Kasache
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Beiträge: 27
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Naja, schwierige Frage. Einerseits sind 2 Sprachen und Traditionen wahren nicht schlecht, andererseits kann man sich sicher sein, dass Kinder, die nur deutsch in ihren Kindertagen hören auf jeden Fall weniger Probleme in der Schule kriegen. Wenn schon, dann als erstes deutsch! |
03.11.2007, 17:52 |
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Schmiedin
Top Benutzer

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Beiträge: 198
Wohnort: Emden |
Mein Cousin und seine Frau leben zwar seit Jahren hier, sprechen aber leider immer noch schlecht Deutsch. Dementsprechend wurde nur Russisch daheim gesprochen und ihre Tochter wurde auf Russisch erzogen.
Eines Tages, sie war 3 oder 4 und tagsüber halt im Kindergarten, kam die Tochter auf die Eltern zu und fragte:
"Mama, kannst du mir bitte Deutsch beibringen? Ich kann mit den anderen Kindern nicht reden."
DAS GEHT SO NICHT!
Ich befürworte die mehrsprachige Erziehungsmethode auf jeden Fall, aber gleichwertig. Das Mädel hat ganz normal gesprochen, so wie sie es gelernt hat, und wunderte sich warum sie keiner versteht.
@ Oleg: Immer mehr Menschen in aller Welt lernen Russisch, es wird natürlich niemals zu einer Allerweltssprache werden, aber in den letzten Jahren hat die Sprachaktivität doch immens zugenommen. *Pessimismus austreib*  _________________ Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur. |
04.11.2007, 01:45 |
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viktoria
Top Benutzer
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Beiträge: 187
Wohnort: Frankfurt am Main |
also es ist nie schlecht mehr als eine Sprache zu sprechen
meine Cousine erzieht ihren Sohn auch so
der Vater spricht nur auf russisch
und die Cousine nur auf deutsch
also ich glaube dass er somit später keine Probleme mit den Sprachen haben wird und in diesem Fall ist deutsch sogar viel wichtiger als russisch
wir sind ja in Deutschland !!!
nicht das er später einmal etwas auf deutsch gesagt bekommt und es nicht versteht  |
04.11.2007, 02:13 |
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Murmel
Anmeldedatum: 03.02.2008
Beiträge: 9
Wohnort: Zürich |
Es ist kein Problem, wenn Kinder zweisprachig aufwachsen. Meine Tochter war in Deutsch immer Klassenbeste und hatte auch den grössten Wortschatz. Abhängig ist das von ganz anderen Faktoren, nämlich ob die Eltern ihre Muttersprache wirklich richtig beherrschen. Viele Migranten und ich meine damit nicht die Russlanddeutschen, beherrschen auch ihre eigene Muttersprache nicht richtig. Der Grund ist ganz einfach der, dass halt letzlich viele aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen nach Westeuropa migriert sind. Es liegt auf der Hand, dass das in der Regel nicht die gut Gebildeten waren, denn die hatten ja, weil sie saturiert waren, keinen Grund ihr Heimatland zu verlassen, um irgendwo in Westeuropa einen Job im Niedriglohnsektor auszuüben. Also mit anderen Worten, ein Kurde, der selbst nur drei oder vier Klassen die türkische Schule besucht hat, weil Kurdisch verboten war, kann weder richtig Türkisch noch Kurdisch. Seine Kinder haben dann natürlich ebenfalls Probleme richtiges Deutsch zu lernen. Ich bin aber absolut davon überzeugt, wenn die Eltern zuhause korrektes Russisch mit ihren Kindern sprechen, werden ihre Kinder auch keine Probleme haben, korrektes Deutsch zu lernen. Bei meiner Tochter bedaure ich lediglich, dass ich ihr Russisch nicht mehr "gepusht" habe. Werde halt gelegentlich noch eine Russischlehrerin für sie engagieren müssen. Also ich bin überzeugt davon, dass die Kleine weiterhin mit ihrer Familie russisch sprechen sollte, Deutsch wird sie dann sehr schnell in ihrer Umgebung im Kindergarten lernen. |
05.02.2008, 23:00 |
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Green
Top Benutzer

Anmeldedatum: 13.12.2007
Beiträge: 258
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Ich selbst werd wenn ich mit meiner jetzigen Freundin( die ich hoffentlich in den nächsten 2 Jahren heiraten werde)
meine Kinder 2-3 sprachig erziehen( Englisch ist ja fast schon pflicht hier in den "deutschen"Landen )
Deutsch , sowieso, allein wegen meiner Seite der Familie
Russisch , wegen meiner Freundin und ihrer Familie ( die reden mit mir auch nur deutsch wenn die nen guten tag haben, ansonsten eigentlich gar nicht !!) und wegen meinem grossen Interesse an der Sprache
und Englisch aufgrund von
Schule, Alltags-eingedeutschte Wörter und weil Englisch auch in 10 Jahren noch eine Weltsprache ist/sein wird!
Nur muss ich selbst erstmal mal Russisch lernen, damit ich das ganze irgendwo später auch koordinieren kann! |
06.02.2008, 21:08 |
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Rita73
Anmeldedatum: 20.10.2007
Beiträge: 50
Wohnort: Schwäbische alb |
Also Ich lass mal auch was ab.
Algemein ist eine weitere Sprache nie falsch,oder auch mehrere,aber ein grosses ABER,bei vielen Kindern die mit einen anderen sprache aufgezogen waren,also nicht Deutsch,haben spähter probleme in der Schule mit der Gramatik.Es gibt immer ausnamen,aber es bleiben leider nur ausnamen.
Ich bin der meinung man solte denn Kindern zuerst die jeweilige Muttersprache des Landes beibringen,in demm falle Deutsch,so das die Kinder sich im Kiga alter sich verständigen können,und ab denn Schul alter anfagen die andere sprache langsam bei zu bringen.
Bei vielen Eltern ist das auch die faulheit und eine ausrede nicht Deutsch sprechen zu müssen,weil Sie der Deutschen Sprache nicht mächtig sind,und Lieber die Sprache sprechen die sie kennen.
Da wird nicht im Interesse des Kindes sondern der Eltern gehandelt.
LG Rita |
07.02.2008, 17:27 |
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Murmel
Anmeldedatum: 03.02.2008
Beiträge: 9
Wohnort: Zürich |
Hallo zusammen, hallo Rita
Meine Tochter hat von Anfang an mit mir Deutsch und mit ihrer Mutter Russisch gesprochen. Mit ihrer Mutter spricht sie auch heute noch nur Russisch. Als sie klein war, hat ihre Mutter ihr russische Märchen, wie bspw. Wassilissa prekrassnaja, und ich ihr deutsche Märchen, wie den kleinen Muck, vorgelesen. Anastasia hatte keine grammatikalischen Probleme im Kindergarten oder in der Schule und hat auch die Sprachen nicht vermischt. Anastasia sagt nur dann etwas auf russisch zu mir, wenn sie nicht will, dass sie von Umstehenden verstanden wird, weil sie genau weiss, das mein Russisch weit davon entfernt ist, perfekt zu sein. Ich kann hier einen einfachen russischen Text lesen, aber das war es dann auch. Russische Autoren lese ich in deutscher Uebersetzung oder dann in einer zweisprachigen Ausgabe, z. B. die Gedichte von O. Mandelstam.
Jede Sprache hat ihre eigene Logik. Kleine Kinder erfassen diese völlig zwanglos. Ich will hier niemanden belehren, aber ich denke, wenn Du in einer deutschsprachigen Umgebung erst im Kindergarten beginnst, russisch mit den Kleinen zu sprechen, ist das etwas spät. Auch dann, wenn zuhause nur russisch gesprochen wird, ist das meiner Meinung nach, immer noch kein Problem. Wenn die Kinder zuhause korrektes Russisch vermittelt bekommen, werden sie später auch keine Mühe mit Deutsch haben.
Ich sehe das so, wenn Kinder zweisprachig sind, haben sie doch von ihren Eltern ein grosses Geschenk erhalten, eine sprachliche Fähigkeit, für deren Erwerb, sie später Jahre investieren müssten und die betreffende Sprache doch nicht annähernd so gut beherrschen würden. Ich denke, Deine Kinder würden es später bedauern, wenn sie kein Russisch können. Für meine Tochter jedenfalls, ist es ziemlich wichtig, dass sie Russisch kann. |
07.02.2008, 22:16 |
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Green
Top Benutzer

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Beiträge: 258
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quote: Originally posted by Murmel
Anastasia
Jede Sprache hat ihre eigene Logik. Kleine Kinder erfassen diese völlig zwanglos. Ich will hier niemanden belehren, aber ich denke, wenn Du in einer deutschsprachigen Umgebung erst im Kindergarten beginnst, russisch mit den Kleinen zu sprechen, ist das etwas spät. Auch dann, wenn zuhause nur russisch gesprochen wird, ist das meiner Meinung nach, immer noch kein Problem. Wenn die Kinder zuhause korrektes Russisch vermittelt bekommen, werden sie später auch keine Mühe mit Deutsch haben.
Ich sehe das so, wenn Kinder zweisprachig sind, haben sie doch von ihren Eltern ein grosses Geschenk erhalten, eine sprachliche Fähigkeit, für deren Erwerb, sie später Jahre investieren müssten und die betreffende Sprache doch nicht annähernd so gut beherrschen würden. Ich denke, Deine Kinder würden es später bedauern, wenn sie kein Russisch können. Für meine Tochter jedenfalls, ist es ziemlich wichtig, dass sie Russisch kann.
Deine Tochter heisst Anastasia?! Cool, meine Freundin und ich haben im Fall von Kinder-Segen uns auch völlig überraschend innerhalb 1 Minute zu dem Namen Anastasia entschieden! Im Falle eines Mädchens, bei einem Jungen wird es wohl Nikita !
Zu der restlichen Passage sag ich nur: WORD  |
08.02.2008, 18:05 |
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Rita73
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Wohnort: Schwäbische alb |
Hallo Murmel.
Wie schon gesagt,es gibt ausnamen.?  |
08.02.2008, 19:52 |
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Murmel
Anmeldedatum: 03.02.2008
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Wohnort: Zürich |
Guten Abend Rita, guten Abend Bernd, guten Abend alle miteinander
Also ich will wirklich nicht auf diesem Thema insistieren. Aber ich gebe im Rahmen der Freiwilligenarbeit benachteiligten Kindern und Jugendlichen schon ziemlich lange Nachhilfestunden. Viele haben natürlich einen Migrationshintergrund, aber eben nicht alle. Meine Erfahrung ist wirklich die, dass es keine grosse Rolle spielt, welche Sprache, russisch, türkisch, serbokroatisch, albanisch, oder auch deutsch zuhause gesprochen wird.
Viel wichtiger ist tatsächlich das familiäre und soziale Umfeld. Beschäftigen sich die Eltern mit ihren Kindern, interessieren sie sich für ihr Umfeld, usw.?
Ich habe ja selbst im Ausland gelebt und nicht nur in Zürich sondern auch teilweise im Ausland studiert. Ich habe in meinem Berufsleben bis jetzt eigentlich nur in international ausgerichteten Unternehmen mit Kolleginnen und Kollegen unterschiedlichster Herkunft und Nationalität gearbeitet.
Damit meine ich gar nicht, die Menschen sind alle gleich und letztendlich ist ihnen das auch gleich. Im Gegenteil, es gibt Unterschiede.
Die Ursachen vieler Probleme sind aber oft nicht im kulturellen sondern im sozialen Bereich zu suchen. Schaut hierzu mal die PISA Studie an. Was sagt sie denn aus? Kinder aus bildungsfernen Schichten profitieren wenig vom deutschen Bildungssystem. Richtig. Anzufügen ist, dass natürlich ein grosser Teil der Immigranten aus bildungsfernen Schichten kommt. Damit schliesst sich der Kreis. Nun es gibt ja auch Immigranten, die nicht aus bildungsfernen Schichten kommen und hier sieht die Sache dann ganz anders aus. Ein ordentlicher Teil meiner Professoren waren keine Schweizer. Deren Töchter und Söhne sind dann halt zum Teil im gleichen Gymnasium gelandet wie ich, obwohl die Eltern zuhause mit ihnen nicht deutsch gesprochen haben.
Also Bernd, ich bin nach wie vor der Meinung, wenn Deine Frau mit Euren Kindern russisch spricht, werden Eure Kinder davon bestimmt keine Nachteile sondern später mit Sicherheit nur Vorteile haben und zwar nicht nur deshalb, weil sie eine weitere Sprache beherrschen, sondern weil das auch das Selbstwertgefühl positiv beeinflusst, wenn sie sie damit Zugang zu einer grossen Kultur haben.
Und natürlich ist Anastasia ein wunderschöner Name für ein Mädchen, so wie ja die meisten russischen Frauennnamen sehr schön sind. Naja, weil meine Familie zu den traditionellen Graubündner Familien gehört, musste ich Vorschläge wie Ladina, Seraina ablehnen... Ist ja gelungen. |
09.02.2008, 03:27 |
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viktoria
Top Benutzer
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Beiträge: 187
Wohnort: Frankfurt am Main |
Vorteile wenn man 2 Sprachen beherrscht gibt es immer
aber ich denke irgendwie doch dass hier mit den Kindern mehr deutsch gesprochen werden sollte
neulich hat mir meine Cousine etwas erzählt was ich erstaunlich fand
in ihrer Schule gibt es so einen ,,Deutsch als Zweitsprache Unterricht,,
da kommen alle Kinder oder Jugendlichen hin die erst kurze Zeit in Deutschland leben und fast keine Sprachkenntnisse haben oder eben gar keine EIGENTLICH !
aber sie hat mitbekommen dass in diesem Kurs Aussiedler Kinder sind die hier geboren sind oder als Baby hergekommen sind !!!!
und die beherrschen die Sprache nicht !!?? das ist ziemlich arm ...
da sie sowieso nur das russisch können was zu Hause gesprochen wird also so allgemeines können sie nicht einmal eine Sprache perfekt |
09.02.2008, 16:35 |
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Green
Top Benutzer

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quote: Originally posted by Murmel Guten Abend Rita, guten Abend Bernd, guten Abend alle miteinander
Also Bernd, ich bin nach wie vor der Meinung, wenn Deine Frau mit Euren Kindern russisch spricht, werden Eure Kinder davon bestimmt keine Nachteile sondern später mit Sicherheit nur Vorteile haben und zwar nicht nur deshalb, weil sie eine weitere Sprache beherrschen, sondern weil das auch das Selbstwertgefühl positiv beeinflusst, wenn sie sie damit Zugang zu einer grossen Kultur haben.
Und natürlich ist Anastasia ein wunderschöner Name für ein Mädchen, so wie ja die meisten russischen Frauennnamen sehr schön sind. Naja, weil meine Familie zu den traditionellen Graubündner Familien gehört, musste ich Vorschläge wie Ladina, Seraina ablehnen... Ist ja gelungen.
Also da stimm ich dir vollkommen zu, bin auch der Meinung das das Vorteile hat/haben kann!
"traditionelle Graubündner" heisst soviel wie ??
OK die Namen klingen recht komisch, vorallem Ladina ist recht komisch!!! |
09.02.2008, 20:57 |
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Murmel
Anmeldedatum: 03.02.2008
Beiträge: 9
Wohnort: Zürich |
Guten Abend Viktoria, guten Abend Bernd
Graubünden ist offiziell dreisprachig, Rätoromanisch, Deutsch und Italienisch. Abhängig davon, welche Sprache in der jeweiligen Gemeinde gesprochen wird, erfolgt dann der Sprachunterricht im Kindergarten und der Schule. Da nur noch etwa 30'000 - 40'000 Menschen rätoromanisch sprechen, wird in den betreffenden Gemeinden in der Schule als zweite Sprache Deutsch unterrichtet. In den rätoromanischen Gemeinden erhalten die Kinder nicht rätoromanisch sprechender Eltern dann zusätzlichen Unterricht. Alle Rätoromanen (es gilt selbstverständlich immer auch die weibliche Form) müssen mindestens eine Fremdsprache sprechen (in aller Regel Deutsch), weil man sie sonst noch nicht einmal in der Hauptstadt (Chur) ihres Heimatkantons auf der Strasse verstehen würde.
Man kann sich jetzt auf den Standpunkt stellen und sagen, der Aufwand für eine Sprache, die nur noch von so wenigen Menschen gesprochen wird, lohnt sich nicht. Letztlich ist das Ganze eine Frage des Willens. Die meisten Rätoromanen sind sehr erpicht darauf, dass ihre Sprache erhalten bleibt und setzen sich dafür mit Selbstvertrauen ein.
Ich weiss, dass die Russlanddeutschen in Russland diskriminiert wurden und in der bundesrepublikanischen Wirklichkeit erneut diskriminiert werden.
Das ist der Entwicklung des Selbstvertrauens nicht gerade förderlich.
Die, die tatsächlich die Russlanddeutschen diskriminieren, sind ja gleichzeitig diejenigen, die selbst die grössten Defizite aufzuweisen haben. Soll man tatsächlich deren unreflektierte Ansichten und uninteressanten Meinungen übernehmen und sich zu eigen machen? Oder haben die Eltern genügend Selbstvertrauen um zuhause mit ihren Kindern korrekt russisch zu sprechen und sich deshalb trotzdem nicht vor der Notwendigkeit, mit der deutschsprachigen Umgebung auch Deutsch zu sprechen, zu verschliessen.
Das ist eine Frage des Selbstbewusstseins. Also, auch wenn ich mich wiederhole, wenn Deine Freundin und Du Bernd, die jeweiligen Sprachen als gleichwertig akzeptiert und das so vermittelt, werdet Ihr selbstbewusste zweisprachige Kinder haben. |
10.02.2008, 03:38 |
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